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Ray Rice ist das bestimmende Thema zum NFL-Start. Zwei Spiele wird er zunächst gesperrt, nachdem er seine heutige Frau tätlich angegriffen hat. Nach Auftauchen eines schockierenden Videos von dem Vorfall wird die Strafe auf unbestimmte Zeit verlängert. Die Baltimore Ravens haben ihn entlassen. So drastische Maßnahmen sind im US-Sport eher selten. SPORT1 zeigt die längsten Sperren und berühmtesten Fälle
Ray Rice bekleidet die Position des Running Backs © getty

Die NFL gibt zu, im Fall von Skandal-Profi Ray Rice zu spät reagiert und ihn nicht angemessen bestraft zu haben. Die Liga verspricht neue Regeln für Fälle häuslicher Gewalt.

Die NFL hat bei einer Anhörung vor dem US-Senat Fehler im Umgang mit Skandal-Profi Ray Rice eingeräumt und eine neue Regelung für Fälle von häuslicher Gewalt angekündigt.

"Wir müssen die Kultur des Schweigens brechen", sagte Vizepräsident Troy Vincent vor den Senatoren und gab zu, dass die NFL im Fall Rice "versagt" habe: "Der Commissioner hat es versäumt, eine angemessene Strafe auszusprechen."

Rice hatte im Frühjahr seine damalige Verlobte und heutige Ehefrau bewusstlos geschlagen und war daraufhin von Commissioner Roger Goodell für zwei Spiele gesperrt worden.

Erst als der NFL das Video von der Prügelszene vorlag, wurde Rice auf unbestimmte Zeit aus dem Verkehr gezogen. Die Sperre des 27-Jährigen wurde dann vergangene Woche nach einem erfolgreichen Einspruch mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Neben der NFL wurden in Washington auch Vertreter der anderen drei großen Ligen MLB, NBA und NHL gehört. "Der Profisport hat mit wenigen Ausnahmen zu wenig getan, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen", sagte Senatorin Claire McCaskill.

Unterdessen versprach Vincent, dass die NFL ihre Regeln für den Umgang mit zukünftigen Fällen komplett überarbeiten werde.

"Unser Ziel ist es, klare Regeln zu definieren, um Täter bei Fehltritten zur Rechenschaft zu ziehen und einen fairen Prozess für Spieler und Angestellte zu etablieren", so Vincent.

"Das Tragen eines NFL-Trikots ist ein Privileg, es ist kein Recht. Jedes Mitglied der NFL-Familie muss dieser einzigartigen Führungsrolle, die wir in unserer Gesellschaft haben, gerecht werden", sagte er weiter.

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