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Torrey Smith (r.) und die Baltimore Ravens unterlagen zuletzt in Pittsburgh
Torrey Smith (r.) und die Baltimore Ravens unterlagen zuletzt in Pittsburgh © getty

München - Die Pittsburgh Steelers fordern den ewigen Rivalen Baltimore Ravens. Carolina will Arizona den Traum vom Heimfinale zerstören.

Wenn die Playoffs in der NFL starten, beginnen auch die Psychospiele. Eines startete nun Torrey Smith von den Baltimore Ravens.

Vor dem Wildcard Game bei den Pittsburgh Steelers (ab 2 Uhr Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) motzte der Wide Receiver erst mal über den angeblich maroden Rasen im Heinz Field.

"Er ist schrecklich. Sie müssen etwas machen und noch Rasen legen", sagte Smith.

Den Gegner und alles was zu ihm gehört schlechtreden, das hat beim Duell der Steelers gegen die Ravens bereits Tradition. Beide Teams sind in tiefer Abneigung verbunden und leben diese innig aus.

Pittsburghs Head Coach Mike Tomlin beschrieb die Rivalität der AFC-North-Teams einst als "die beste in der NFL". Er sorgte übrigens vor einem Jahr mit einem Tackle gegen Baltimores Jacoby Jones für eine besondere Episode in diesem Duell.

Sieg nach Rices Suspendierung

In der abgelaufenen Regular Season standen sich beide Teams zwei Mal gegenüber. In Baltimore gewannen die Ravens mit 26:6. Es war Spiel eins nach der Veröffentlichung von Ray Rices Prügelvideo, das in der Suspendierung von Baltimores Running Back mündete.

In Pittsburgh konnten sich die Steelers revanchieren. Ben Roethlisberger warf starke sechs Touchdown-Pässe und trug sein Team zum 43:23-Erfolg.

Knüpft der Quarterback in den Playoffs an diese Vorstellung an, könnte er von seinem dritten Super-Bowl-Ring träumen. 2005 und 2008 triumphierte "Big Ben" bereits im Finale.

Sein Kontrahent reckte einmal die Vince-Lombardi-Trophäe in die Höhe. Joe Flacco führte die Ravens 2013 zum Sieg im Super Bowl (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Ticket am letzten Spieltag

In dieser Saison ist schon der Einzug in die Playoffs ein großer Erfolg. Erst am letzten Spieltag sicherten sich die Ravens das Wildcard-Ticket.

Nach Pittsburgh reist Flaccos Team als Außenseiter. Der Heimvorteil spricht für die Steelers, zudem haben sie bislang alle drei Postseason-Duelle mit dem ewigen Rivalen gewonnen.

Allerdings hat Pittsburgh auch ein Problem. Running Back Le'Veon Bell verletzte sich in der Vorwoche am Knie. Nachdem sich der 22-Jährige zunächst noch optimistisch gegeben hatte, herrschte am Freitag Gewissheit: Bell fällt definitiv aus.

Kein gutes Zeichen für die Steelers. In drei Partien, die Bell in seiner zweijährigen NFL-Karriere verpasste, konnte Pittsburgh keinen einzigen Sieg einfahren und verbuchte im Schnitt nur 14 Punkte pro Spiel.

Ngata darf wieder spielen

Bei den Ravens hat Haloti Ngata dagegen seine Dopingsperre von vier Spielen abgebrummt. Der Defensive End kann die Defensivreihe der Gäste also wieder verstärken. "Ich denke, er ist bereit", sagte Ravens-Coach John Harbaugh.

SPORT1 blickt auf auch auf das erste Wildcard Game der NFC:

- Carolina Panthers - Arizona Cardinals

Ryan Lindley muss es bei den Arizona Cardinals richten. Da mit Carson Palmer und Drew Stanton zwei Quarterbacks fehlen, steht die Nummer drei auf dem Platz.

Cardinals-Coach Bruce Arians traut Lindley zu, seine Mannschaft bei den Carolina Panthers zum Sieg zu führen (ab 22.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Die Aufgabe ist nicht zu groß für ihn. Er ist ruhig und alle Spieler wissen, was er kann. Er genießt das Vertrauen", erklärte der 62-Jährige.

Die Zahlen sprechen aber gegen Lindley. Als Starter holte er nur einen Sieg in sechs Spielen.

Zudem zeigte der 25-Jährige zuletzt gegen Champion Seattle Seahawks eine indiskutable Vorstellung. Lindley brachte nur 40 Prozent seiner Würfe an den Mann.

Probleme gegen laufstarke Typen

Gegen die Seahawks und auch gegen die San Francisco 49ers offenbarte auch die Lauf-Verteidigung der Cardinals Schwächen: Die laufstarken Quarterbacks Russell Wilson und Colin Kaepernick konnten das ausnutzen.

Also scheint das Feld bereitet für Cam Newton. Carolinas Quarterback hat nach seinem schweren Autounfall zuletzt wieder aufgetrumpft und seinem Team vor Silvester den vierten Sieg in Folge beschert.

Durch diesen Schlussspurt sicherten sich die Panthers Platz eins in der NFC South. Einen Rang, der in dieser Saison leicht zu erobern war. Ganze sieben Siege reichten den Panthers für die Teilnahme am Wildcard Game.

"Wir sind da, wo uns niemand erwartet hat", sagte Trainer Ron Rivera am Donnerstag. Er will nun die Siegesserie ausbauen und damit den Cardinals den Weg zum Super Bowl im heimischen Stadion verbauen.

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