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In der Regular Season hatten die Bengals den Colts wenig entgegenzusetzen
In der Regular Season hatten die Bengals den Colts wenig entgegenzusetzen © getty

München - Björn Werners Colts kämpfen gegen die Bengals gegen den Schlendrian. Tony Romo will seine Kritiker zum Schweigen bringen.

An die Cincinnati Bengals haben die Indianapolis Colts gute Erinnerungen.

Am 19. Oktober gelang dem Team von Björn Werner beim 27:0-Sieg der einzige Shutout der NFL-Saison. Allerdings war es auch der letzte Sieg gegen ein Playoff-Team.

Danach setzte es drei Pleiten gegen die Kontrahenten der Post Season. Die sechs restlichen Erfolge gelangen ausschließlich gegen Teams, deren Saison bereits im Dezember beendet war.

Nun geht es im zweiten Wild Card Game der AFC abermals gegen Cincinnati (ab 19 Uhr Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM). Höchste Zeit für Indianapolis, den Schlendrian endlich abzulegen.

Colts wollen den Super Bowl

"Wir sind nicht blauäugig. Natürlich hatten wir Glück, dass wir noch im Rennen sind", nahm Colts-Tight-End Dwayne Allen die zuletzt schwankenden Leistungen zur Kenntnis, um direkt eine Kampfansage hinterherzuschicken: "Aber unser Ziel ist es, jetzt alles zu gewinnen."(Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Auch Coach Chuck Pagano glaubt an das große Ziel: "Wollen wir den nächsten Schritt gehen? Ja! Wollen wir den Super Bowl in Arizona erreichen? Ja!"

Bengals kämpfen gegen Playoff-Fluch

Im Wild Card Game soll der erste Schritt dafür getan werden. Und mit den Bengals kommt ein Team, das in den Playoffs zuletzt wenig Schrecken verbreitete: Seit dem 6. Januar 1991 wartet Cincinnati auf einen Post-Season-Sieg. Auswärts haben die Bengals noch nie ein Playoff-Spiel gewonnen.

Exemplarisch für den Fluch des Zweitplatzierten der NFC North steht Quarterback Andy Dalton. In seinen drei Post-Season-Einsätzen unterliefen ihm sechs Interceptions bei insgesamt nur einem Touchdown-Pass. Zudem wurde er gleich neunmal gesackt. Seine Passquote von 56,2 Prozent steht einem Playoff-Team ebenfalls schlecht zu Gesicht.

Und nun fehlt den Bengals mit A.J. Green auch noch ihr erfolgreichster Receiver. Green zog sich bei der Niederlage im letzten Spiel der Regular Season gegen die Pittsburgh Steelers eine Kopfverletzung zu.

Damit rückt das Running Game und so auch Rookie Jeremy Hill in den Fokus. Bislang zeigte sich der 22-Jährige als verlässliche Option - in Sachen Raumgewinn ist er immerhin die Nummer acht aller NFL-Running-Backs.

Werner: "Es sieht gut aus"

Auf der Gegenseite steht und fällt alles mit Andrew Luck. Der Quarterback kam zuletzt jedoch ins Straucheln. In den letzten drei Partien schaffte er mit seinen Pässen jeweils nie 200 Yards Raumgewinn und bereitete insgesamt nur vier Touchdowns vor.

Outside Linebacker Werner steht derweil vor seinem dritten Playoff-Spiel überhaupt. "Die Chancen sind sehr hoch, es sieht gut aus. Jedes Team, das in den Playoff steht, muss daran glauben, dass es den Super Bowl gewinnen kann", zeigte er sich bei "Sky" optimistisch.

Bei einem Sieg würde es in den Divisional Playoffs zum Kracher bei den Denver Broncos um Colts-Legende Peyton Manning kommen.

SPORT1 blickt auf auch auf das zweite Wildcard Game der NFC:

- Dallas Cowboys - Detroit Lions

Eine ähnlich schwarze Playoff-Serie wie die Bengals schleppen die Detroit Lions in ihr Wild Card Game.

Seit 1993 sind die Lions in der Post Season sieglos. Insgesamt sieben Pleiten setzte es seitdem. Bei einer Niederlage gegen die Dallas Cowboys am Sonntag (ab 22.25 Uhr Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) würde Detroit den Allzeit-Negativrekord der Kansas City Chiefs egalisieren.

Verhindern soll das die beste Rushing Defense der Liga um Defensive Tackle Ndamukong Suh. Auf ihn kommt mit der zweitbesten Rushing Offense der Liga jedoch ein schweres Stück Arbeit zu.

Suhs Sperre aufgehoben

Dass Suh überhaupt auflaufen darf, hat er der Gnade von Ted Cottrell zu verdanken. Der revidierte eine bereits ausgesprochene Sperre nach einer Anhörung Suhs. Im letzten Spiel der Regular Season war Suh Packers-Quarterback Aaron Rodgers zweimal aufs Bein gestiegen und wurde zunächst wegen übertriebener Härte gesperrt.

"Ich bin einfach froh über die Entscheidung und freue mich über die Möglichkeit, dass ich meinen Teamkollegen gegen Dallas helfen kann, zu gewinnen", freute sich Suh.

Und die Lions können ihn gegen Dallas gut gebrauchen: Denn mit DeMarco Murray wartet der in dieser Saison erfolgreichste Running Back der NFL (1845 Rushing Yards).

In zwölf Saisonspielen knackte er die Marke von 100 Rushing Yards. Noch nie war ein Running Back der Cowboys gefährlicher.

Romo in der Pflicht

Dallas geht mit dem Selbstvertrauen aus vier Siegen am Stück in die Partie - aber auch mit einer Hypothek: Für Star-Quarterback Tony Romo gilt es, endlich auch in den Playoffs die großen Erwartungen an ihn und sein Team zu erfüllen.

2007 bis 2009 gewannen er und seine Cowboys insgesamt 33 Spiele in der Regular Season, um dann in den Playoffs regelmäßig früh die Segel zu streichen.

"Unsere Teams von 2007 und 2009 haben mit Tony Romo große Möglichkeiten ausgelassen", erinnert sich Besitzer Jerry Jones: "Jeder in der Organisation, auch Tony, steht dafür in der Verwantwortung."

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