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Andrew Luck-Peyton Mannings Nachfolger-
Andrew Luck (r.) ist Peyton Mannings Nachfolger bei den Colts © getty

München - Broncos-Quarterback Peyton Manning trifft gegen die Colts auf seine Vergangenheit. Nachfolger Andrew Luck will durchstarten.

Es ist eines dieser Duelle, das in den USA die Massen elektrisiert.

Wenn die Denver Broncos am Abend in den Divisonal Playoffs die Indianapolis Colts empfangen (22.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM), fokussiert sich alles auf das Duell zwischen Peyton Manning und Andrew Luck.

Die ehemalige Colts-Legende gegen ihren legitimen Nachfolger.

Noch immer trauern einige Fans der Colts ihrem ehemaligen Anführer, der ihnen 2006 die letzte NFL-Meisterschaft bescherte, nach. Doch Luck schickt sich an, seine eigene Ära einzuläuten.

Manning schwächelt

Während der Nummer-Eins-Pick von 2012 sein Team während der Saison häufig alleine trug, kühlte Manning bei den Broncos zuletzt immer mehr ab. Zwischen dem 13. und dem 15. Spieltag verbuchte er nur 74 Passversuche - persönlicher Tiefstwert über drei Partien.

Kümmerliche drei Touchdowns bei sechs Interceptions aus den letzten vier Partien lassen viele Beobachter an der 100-prozentigen Fitness des mittlerweile 38-Jährigen zweifeln.

Luck in Topform

Sein Gegenüber produzierte dagegen wahre Fabelzahlen.

Mit 4761 Pass-Yards spielte Luck die beste Saison seiner noch jungen Karriere. Dazu brachte er in der Regular Season die meisten Touchdown-Pässe aller NFL-Quarterbacks an den Mann (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Dennoch hat das Spiel des 25-Jährigen nach wie vor einen Makel, der am Ende den Einzug ins AFC Championship Game kosten könnte.

Colts zu eindimensional?

Während die Broncos ihre Lehren aus der derben Klatsche im Super Bowl gegen die Seahwaks gezogen haben und in dieser Saison vermehrt versuchen, das Laufspiel zu integrieren - auch ein Grund für Mannings fallende Statistiken - ist Running Game für die Colts vor allem nach der Verletzung von Ahmad Bradshaw ein Fremdwort.

Luck versucht es selbst in scheinbar ausweglosen Situationen oftmals noch mit einem riskanten Pass. Gelingt es den Broncos, Luck durch ihre Passrusher DeMarcus Ware und Von Miller unter Druck zu setzen, könnte dies am Ende der Schlüssel zum Erfolg sein.

Eine Interception Lucks im Schlussviertel brach Indianapolis schon in der Regular Season bei der 24:31-Niederlage das Genick.

Mannings schwarze Stunde

Doch auch Manning ist unter Druck nicht vor Fehlern gefeit.

Trotz seiner immensen Erfahrung fand er im Endspiel des letzten Jahres gegen die aggressive Verteidigung der Seahawks kein Mittel.

Die "Legion of Boom" nahm den fünfmaligen MVP komplett aus der Partie.

Werner als X-Faktor?

Hier gilt es für die Defense der Colts anzusetzen. Gerade vom deutschen Linebacker Björn Werner erwarten sich die Colts dabei viel.

Seit dem Ausfall von Robert Mathis übernimmt der Quarterback-Jäger eine wichtige Rolle und zeigte in dieser Saison bereits einige starke Leistungen.

Gelingt es der "Berlin Wall" und seinen Kollegen Manning zu Fehlpässen zu zwingen, ist das Championship Game drin.

"Manning kann man durch den Passrush und gute Manndeckung ausschalten", analysierte Giants-Defensive-Tackle Markus Kuhn im Vorfeld der Partie bei "ran".

Worte, die sich Werner zu Herzen nehmen wird.

Die Divisional Round in der NFC:

Green Bay Packers - Dallas Cowboys (19 Uhr)

In der zweiten Partie des Tages empfangen die Green Bay Packers im NFC Divisional die Dallas Cowboys (19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Fast fünfzig Jahre nach dem legendären "Ice Bowl", stehen sich zwei der traditionsreichsten Franchises der NFL-Geschichte wieder einmal in den Playoffs gegenüber.

Die Packers gelten unter den Experten als der Topfavorit in der NFC und gehen favorisiert in die Partie - zumal sie mit einer makellosen Heimbilanz von 8:0 in die Playoffs einzogen.

Doch ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison macht Star-Quarterback Aaron Rodgers Sorgen.

Rodgers angeschlagen

Der 31-Jährige hatte sich im letzten Spiel der Regular Season gegen die Detroit Lions an der Wade verletzt und konnte seitdem kaum trainieren.

Rodgers selbst ließ aber dennoch keinerlei Zweifel an seinem Einsatz aufkommen. "Ich werde am Sonntag spielen. Die Frage ist nur, wie", gab sich der MVP-Kandidat kämpferisch.

Auswärtsmacht Dallas

Doch auch wenn Rodgers auflaufen könnte, steht den Packers keine leichte Aufgabe bevor.

Zwar ist Green Bay zu Hause eine Macht, doch mit durchschnittlich 34,4 Punkten und einer ebenfalls makellosen Bilanz stellt Dallas die beste Auswärtsmannschaft der NFL.

Großen Anteil daran hat Quarterback Tony Romo, der in der Wild Card Round gegen die Detroit Lions endlich die bösen Geister seiner Playoff-Vergangenheit vertreiben konnte und nun nach dem ganz großen Triumph strebt.

"Der Super Bowl ist mein Ziel. Alle anderen Erfolge sind im Vergleich nur Peanuts", erklärte der 34-Jährige.

Aaron Rodgers wird versuchen, seinen Traum zu zerstören - egal wie.

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