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Pro Bowl
Die Pilgerstädte der NFL-Anhänger. In Phoenix wird eine riesige Fan-Meile für die Massen errichtet © Getty Images

Phoenix - Für das große Endspiel wird in Phoenix eine Stadt innerhalb der Stadt errichtet. Eine Million Besucher und unzählige Promis überfluten den millionenschweren Spielplatz.

Noch größer, noch mehr Spektakel - dieses Motto hat sich die NFL auch für die 49. Version ihres großen Endspiels auf die Fahnen geschrieben.

Super Bowl XLIX wird über die gesamte Woche verteilt mehr als eine Million Menschen nach Phoenix locken. Die erfolgreichste Sportliga der Welt errichtet dabei eine glitzernde Stadt innerhalb der Stadt.

Das Spiel zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots (So., 0 Uhr Februar LIVE im TV auf SPORT1 US und LIVESTREAM) steigt zwar in der riesigen Wüstenschüssel University of Phoenix Stadium im Vorort Glendale.

Aber das Epizentrum der sogenannten Hot Week liegt im sichtlich aufpolierten Stadtzentrum.

"Das ist für uns eine ausgezeichnete Möglichkeit, die großen Investitionen in den Stadtkern vorzustellen. Wir wollen die bisher größte NFL-Party feiern", sagt David Rousseau.

Der Vorsitzende des "Host Committees" rührt nicht nur im Hotel der internationalen Journalisten kräftig die Werbetrommel.

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Unglaubliche zwölf Straßenzüge umfasst das Areal, das die Organisatoren des Super Bowls zum Spiel- und Tummelplatz für Besucher und die fast 5000 Medienvertreter umfunktioniert haben.

Diesmal findet auch der Media Day Downtown in der Arena der Phoenix Suns statt - und nicht am eigentlichen Spielort. (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")

Es gibt Bars, Restaurants,  jede Menge LIVE-Musik und Konzerte sowie die überdimensionierte NFL-Experience, wo Möchtegern-Footballer Quarterback Tom Brady nacheifern, sich für den Draft schinden oder selbst das entscheidende Field Goal verwandeln können.

Insgesamt 30 Millionen Dollar investierte die von der Wirtschaftskrise ebenfalls schwer gebeutelte sechstgrößte Stadt der USA für ihre dritte Austragung des größten Einzelsportereignisses der Welt. In der Metropolregion - genannt "The Valley" - leben rund 4,3 Millionen Menschen.

"Sind mehr als ein Rentnerparadies"

"Wir wollen zeigen, dass es im Valley wieder aufwärts geht. Wir sind mehr als ein Rentnerparadies. Außerdem bringt ein Super Bowl immer auch zusätzlichen wirtschaftlichen Aufschwung", erklärt Rousseau auf SPORT1-Nachfrage.

Die bis dato letzte Austragung 2008 spülte rund 500 Millionen Dollar in die Kassen. Diesmal wird mit über 700 Millionen gerechnet - und von noch mehr geträumt.

Der Hype ist in der festlich geschmückten Stadt schon knapp eine Woche vor dem großen Spiel deutlich spürbar.

Die Taxi-Fahrer quetschen einen über den Patriots-Skandal "Deflategate" und die Abwehr der Seahawks aus. Die Fast-Food-Restaurants werben mit dem Big Game Burger, und an jeder Ecke sieht man mindestens zwei Fans in NFL-Trikots (So spricht die NFL - SPORT1 erklärt die wichtigsten Begriff).

Tiger Woods spielt um die Ecke

Weil nebenbei auch noch das alljährliche Golfturnier über die Bühne geht - Tiger Woods tritt zum ersten Mal seit 2001 an - , zieht es natürlich auch jede Menge Promis in die Wüste.

Es wird rund 30 exklusive Partys in der Woche vor dem Spiel geben. Die teuerste Veranstaltung ist die des Musikmagazins "Rolling Stone".

Der durchschnittliche Eintrittspreis liegt bei 1400 Dollar. Bei der auf dezente 6000 Teilnehmer begrenzten Party des TV-Anbieters "DirecTV" tritt unter anderem Rihanna auf.

"Playboy" hält mit Nelly dagegen, Hollywood-Star und Patriots-Edelfan Mark Wahlberg schmeißt gleich sein eigenes Event. Die Zeitschrift "Maxim" reservierte sich einen ganzen Hangar im nahegelegenen Scottsdale und rückt mit einer Armee von Supermodels an.

Die erlaubten 32 Starts pro Minute auf dem Flughafen für Privatjets sind noch heißer begehrt als die Tickets für den Super Bowl, die bei durchschnittlich 4000 Dollar liegen.

Im Gegensatz zum "Ice Bowl" von New York vor einem Jahr stimmt diesmal auch das Wetter mit erwarteten Durchschnittstemperaturen weit jenseits der 20 Grad Celsius.

Die allabendliche Lichtshow dieses Flecks Zivilisation inmitten der Prärie macht die Szenerie noch beeindruckender.

Ja, Phoenix genießt seine Woche im weltweiten Scheinwerferlicht.

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