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SPORT1-Redakteur mit Malcolm Smith beim Media Day vor dem Super Bowl
SPORT1-Redakteur mit Malcolm Smith beim Media Day vor dem Super Bowl © SPORT1

Phoenix - Im Super Bowl 2014 stiehlt Seattles Malcolm Smith den Offensivstars die Show. SPORT1 verrät der MVP, was die Zugabe sein könnte und wie er die Patriots überwinden will.

In den Albträumen von Peyton Manning dürfte er immer noch eine Hauptrolle spielen.

Vor einem Jahr stahl Malcolm Smith dem Star-Quarterback der Denver Broncos unter anderem mit einer zum Touchdown zurückgetragenen Interception die Show und wurde zum wertvollsten Spieler des Super Bowls (MVP) gewählt.

Ein Jahr später ist Smith mit seinen Seattle Seahawks zurück und bekommt es in der 49. Auflage mit der nächsten NFL-Legende zu tun (So. auf Mo., ab 0 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM). Diesmal geht es gegen die New England Patriots um Quarterback Tom Brady und dessen deutschen Bodyguard Sebastian Vollmer.

Im SPORT1-Interview spricht Smith unter anderem über eine mögliche Zugabe nach seiner Gala vor Jahresfrist, sein Rezept gegen Vollmer, Gemeinsamkeiten mit Brady und seine Hoffnung auf ein Gastspiel in Europa.

SPORT1: Mr. Smith, Sie stehen zum zweiten Mal in Folge im Super Bowl. Was ist diesmal anders und können Sie es diesmal mehr genießen?

Eric Böhm berichtet für SPORT1 vom Super Bowl XLIX
Eric Böhm berichtet für SPORT1 vom Super Bowl XLIX © SPORT1

Malcolm Smith: Genießen ist bei diesem Rummel und der intensiven Vorbereitung natürlich schwierig (lacht). Aber es ist schon so, dass du es mehr zu schätzen weißt. 95 Prozent der NFL-Spieler schaffen es nie, ich darf das zweite Mal in Folge hier sein. Das ist schon ziemlich cool.

SPORT1: Sie waren im vergangenen Jahr erst der neunte Verteidiger, der zum MVP gewählt wurde. Eine Steigerung ist da nur schwer möglich. Was planen Sie als Zugabe?

Smith: Vielleicht muss ich vor dem Spiel als Flitzer übers Feld rennen (lacht). Nein, ich will nur gewinnen. Alles andere ist egal. Wenn wir das schaffen, freue ich mich für jeden Teamkollegen, der dann MVP wird.

SPORT1: Tom Brady ist natürlich ein völlig anderer Quarterback als Peyton Manning. Gehen Sie als Defense trotzdem mit der gleichen Einstellung in den Super Bowl?

Smith: Definitiv! Unsere Vorbereitung und unser gewohntes Programm ziehen wir genauso durch. Das ist unser Erfolgsgeheimnis. Wir gehen jedes Spiel wie einen Super Bowl an. Natürlich stellen wir uns auf seine speziellen Stärken ein, bleiben aber trotzdem unserem Stil treu.

SPORT1: Pete Carroll ist ein großartiger Coach, aber auch eine unglaublich charismatische Figur. Sie haben unter ihm bereits am College gespielt. Wie würden Sie ihn beschreiben?

Smith: Genau wie sie sagen: dieses Charisma sticht heraus. Er ist ein großartiger Motivator, er weiß genau, wie er dich packen kann. Er kann sich unglaublich gut in seine Spieler hineinversetzen (Multimediastory: Pete Carroll).

SPORT1: Sie wurden 2011 erst in der siebten Runde gedraftet. Tom Brady spricht heute noch darüber, wie es ihn besonders motiviert, erst in der sechsten Runde dran gewesen zu sein. Ist das bei Ihnen ähnlich?

Smith: Auf jeden Fall. Du fühlst dich übersehen und willst es den Teams, die dich nicht wollten, erst recht zeigen. Das ist für mich immer noch eine große Motivation.

SPORT1: Sie werden als Outside Linebacker auch hin und wieder auf den deutschen Sebastian Vollmer treffen. Was halten Sie von ihm, und wie wollen Sie an ihm vorbeikommen?

Smith: Er ist ein sehr guter Spieler. Vor allem seine Fußarbeit ist für einen Tackle seiner Größe sehr stark. Er kommt praktisch nie aus der Balance. Es wird keine leichte Aufgabe, ihn zu überlisten. Generell musst du Linemen immer mit verschiedenen Moves beschäftigen und den einen Fehler - und Vollmer macht nicht viele - ausnutzen. Ich glaube, über unsere Explosivität kann es klappen. Vollmer und die anderen Jungs werden unsere Trickkiste kennenlernen.

SPORT1: Seit einigen Jahren trägt die NFL Spiele in London aus und denkt über eine Ausweitung nach Europa nach. Die Seahawks waren noch nicht dabei. Viele Spieler mögen den Reisestress nicht. Würden Sie gern einmal in Europa antreten?

Smith: Das würde ich sogar sehr gern. Meiner Meinung nach sollte es sogar noch mehr Spiele in Europa geben. So lang ist der Trip auch nicht. Wir reisen von Seattle auch oft an die Ostküste, das ist vergleichbar. Danach hast du ja auch oft ein paar Tage frei. Ich wäre sofort dabei. Das wäre cool.

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