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Im University of Phoenix Stadium steigt der Super Bowl XLIX
Im University of Phoenix Stadium steigt der Super Bowl XLIX zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots © getty

München - Gigantenduell im Finale: Mit den Seattle Seahawks und den New England Patriots machen die beiden besten Teams der regulären Saison den Meister unter sich aus.

Egal ob die Seattle Seahawks ihren Titel verteidigen oder die New England Patriots den Champion stürzen.

Schon jetzt ist klar: Der Super Bowl XLIX, der vor 72.200 Zuschauern in Glendale, Arizona ausgetragen wird, hat schon jetzt historische Ausmaße - und das nicht nur in sportlicher Hinsicht (1. auf 2. Februar LIVE im TV auf SPORT1 US und LIVESTREAM).

Zum zweiten Mal in Folge sind es die beiden besten Teams der Regular Season, die sich im großen Schlussakt gegenüberstehen.

Die beste Offense der NFL um Star-Quarterback Tom Brady bekommt es mit der Championship Defense der Seahawks um Lautsprecher Richard Sherman, Earl Thomas III und Abrissbirne Kam Chancellor zu tun. Die pulverisierte im Vorjahresfinale Peyton Mannings Denver Broncos und hielt ihr Team zuletzt gegen die Green Bay Packers in einem denkwürdigen NFC Championship Game im Spiel.

Tom Brady nimmt Montana ins Visier

Auf der Gegenseite steht Tom Bradys geballte Endspiel-Erfahrung: Im Vorort von Phoenix bestreitet er zum sechsten Mal einen Super Bowl. Das schaffte vor ihm kein anderer Quarterback.

Seit sieben Jahren jagt Brady dem einen Titel nach, der ihn noch von den Legenden Joe Montana - Bradys erklärtes Idol - und Terry Bradshaw mit ihren jeweils vier NFL-Championships trennt. Seine letzten beiden Anläufe in den Spielzeiten 2007 (3. Februar 2008) und 2011 (5. Februar 2012) missglückten jeweils gegen die New York Giants. Nun hat der 37-Jährige seine vielleicht letzte Chance.

Bradys Kampf um den guten Ruf

Doch ausgerechnet vor dem Einzug in den Olymp legt sich ein dunkler Schatten über Bradys Karriere: Das Image des Golden Boys der Pats bekommt mit dem "Deflategate"-Skandal erste Kratzer.

Und das, obwohl Brady auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz seine Unschuld im Zusammenhang mit den nicht regelkonform aufgepumpten Spielbällen im AFC Championship Game beteuerte.

"Es geht nicht um ISIS, niemand stirbt", versuchte Brady, die Wogen mehr oder weniger elegant zu glätten.

Für ihn geht es im University of Phoenix Stadium nicht nur darum, das unrühmliche Nachspiel des Duells gegen die Indianapolis Colts hinter sich zu lassen, sondern auch die eigenen Geister der Vergangenheit zu vertreiben. An selber Stelle erlebte er beim 42. Super Bowl gegen die Giants eine seiner bittersten Niederlagen.

Wilson: Erst Manning, dann Brady?

Doch auch seinem Gegenüber Russell Wilson winken Rekorde: Noch hat kein Quarterback zweimal in seinen ersten drei NFL-Jahren die Vince Lombardi Trophy gewinnen können. Mit Brady könnte der lauffreudige Wilson zudem den zweiten Star-Quarterback der alten, vor allem in der Pocket beheimateten Garde, in Folge in die Schranken weisen. So ist es gleichzeitig das Aufeinandertreffen zweier Quarterback-Philosophien.

Doch beide Teams haben weitere Asse im Ärmel: Ob "Beast Mode" Marshawn Lynch bei Seattle, Julian Edelman, der sich zuletzt als Pats-Quarterback unter dem Radar entpuppte, oder Tight End Rob Gronkowski - sie alle sind für die eine, spielentscheidende Szene gut.

Und vielleicht steht mit New Englands Offensive Tackle Sebastian Vollmer am Ende sogar ein Deutscher im Konfettiregen von Arizona. Auch das wäre eine historische Premiere.

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