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München - Die New England Patriots mit Sebastian Vollmer nehmen die Indianapolis Colts auseinander. Tom Brady schreibt Geschichte.

Tom Brady durfte vorzeitig Feierabend machen. Der Star-Quarterback der New England Patriots hatte mit seiner Mannschaft die Indianapolis Colts dominiert.

Deshalb konnte Brady im Schlussviertel seine Kräfte schonen und sich für die Siegerparty vorbereiten

Die fiel nach dem 45:7-Erfolg im AFC Championship Game entsprechend groß aus.

"Ich weiß, dass wir in dieser Saison einige Auf und Abs hatten. Aber jetzt sind wir oben und wir werden versuchen, noch ein Spiel oben zu bleiben", sagte Brady, bei dem 226 Yards und drei Touchdown-Pässe in der Statistik standen  (Alles zur NFL auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Sechstes Endspiel für Brady

Der 37-Jährige kämpft nun um den Super Bowl. Das Finale gegen die Seattle Seahawks in der Nacht zum 2. Februar ist bereits das sechste in seiner Karriere – kein Spieler hat das in der NFL-Geschichte häufiger geschafft. Seine Frau, Topmodel Gisele Bündchen, war nach dem Spiel aus dem Häuschen.

Sebastian Vollmer greift in Glendale zum zweiten Mal nach der Vince Lombardi Trophy - dem historischen ersten Super-Bowl-Triumph eines Deutschen. Der gebürtige Rheinländer gehörte bei den Patriots zur Offensive Line, die Brady vor Colts-Attacken schützen konnte.

Eigentlich hatte Vollmer sich auf ein Duell mit Landsmann Björn Werner gefreut. Doch der Linebacker wurde vor dem Spiel aus dem Gästekader gestrichen. Zuletzt zeigte die Formkurve beim gebürtigen Berliner nach unten, deshalb zog Coach Chuck Pagano offenbar Konsequenzen.

Sebastian Vollmer von den New England Patriots jubelt im Spiel gegen die Indianapolis Colts
Sebastian Vollmer steht zum zweiten Mal im Finale um den Super Bowl © Getty

So erlebte Werner das Colts-Pannenfestival von der Bank aus. So prallte Returner Josh Cribbs der Ball bereits in der Anfangsphase ins Gesicht. Die Patriots waren zur Stelle und konnten ihre Offense auf das Feld schicken. LeGarrette Blount erzielte den ersten Touchdown des Spiels.

Vinatieri schießt vorbei

Colts-Kicker Adam Vinatieri zielte anschließend aus 51 Yards daneben. Brady kam wieder aufs Feld, fand Fullback James Develin und schon führten die Patriots mit 14:0.

Bis zur Halbzeit kamen die Gäste bis auf 7:17 heran. Doch das gab den Colts keinen Auftrieb. Im Gegenteil.

Quarterback Andrew Luck erwischte einen schwarzen Tag. Er kam nur auf 126 Yards, leistete sich zudem zwei Interceptions.

Luck flattern die Nerven

Es bleibt also dabei: Immer wenn es für Luck gegen die Patriots geht, versagen ihm die Nerven. Es war im vierten Spiel seine vierte Niederlage.

"Heute hat nicht viel geklappt. Ich war nicht gut genug, um gegen so eine Mannschaft eine Chance zu bekommen", sagte der 25-Jährige.

Und so war das Spiel bereits im dritten Viertel entschieden. In diesem Abschnitt fand Brady seinen Tight End Rob Gronkowski in der Endzone.

Luck warf den Ball in die Arme von New Englands Cornerback Darrelle Revis, der stieß bis 13 Yards an die Endzone vor. Blount besogte den Rest. Die Patriots führten 38:7. Ihre Fans konnten bei Dauerregen und Windböen feiern.

Belichick lobt sein Team

Bill Belichick war mit der Leistung seiner Mannschaft rundum zufrieden. "Die Mannschaft arbeitet hart. Ich kann mit ihr nicht glücklicher sein. Es ist leicht, mit ihnen zu arbeiten", betonte der Patriots-Coach.

New England Patriots-Bill Belichick
Bill Belichick ist Coach der New England Patriots © Getty

Wie Brady steht auch Belichick in seinem sechsten Endspiel. Der letzte Titelgewinn des Erfolgsduos liegt aber schon lange zurück. Es war 2004, als New England gegen die Philadelphia Eagles gewann.

Falsch aufgepumpte Bälle?

Kleiner Störfaktor auf dem Weg, diese Durststrecke zu beenden: NFL-Sprecher Michael Signora teilte am Montag mit, dass die Liga einen möglichen Regelverstoß der Patriots untersucht.

Sie sollen beim Sieg gegen die Colts nicht korrekt aufgepumpte Bälle verwendet haben - genauer gesagt: zu weiche und damit leichter fangbare.

Zu eventuellen Sanktionen äußerte sich Signora nicht, laut US-Medien müssten die Patriots eventuell auf zukünftige Draft Picks verzichten.

Die Mission vierter Ring wollte Brady sich davon aber nicht verderben lassen. "Das ist die letzte meiner Sorgen" sagte er: "Auf so etwas möchte ich gar nicht antworten."

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