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Moritz Böhringer wurde in der sechsten NFL-Draftrunde von den Vikings ausgewählt
Moritz Böhringer wurde in der sechsten NFL-Draftrunde von den Vikings ausgewählt © DPA Picture-Alliance

Moritz Böhringer will sein Geld sparen und legt sich darum zunächst kein Auto zu. Den meilenweiten Weg zum Training legt die deutsche Hoffnung deshalb zu Fuß zurück.

Er ist die neue deutsche Hoffnung in der NFL. Moritz Böhringer kämpft bei den Minnesota Vikings um einen Kaderplatz.

Wer nun erste Starallüren bei Böhringer vermutet, liegt völlig falsch. Während andere Profis ihr erstes Gehalt gleich für ein schickes Auto oder Luxusgüter verprassen, geht Böhringer sorgsam mit seinem Geld um.

So sorgsam, dass er zum Training läuft, weil er kein Auto hat. Und Böhringer wohnt nicht in der Nähe des Geländes, sondern etwa drei Meilen, also knapp fünf Kilometer entfernt. Eine Stunde Fußmarsch nimmt Böhringer vor und nach jedem Training auf sich auf.

Böhringers einfache Erklärung in einem Video-Porträt bei Transfer Wise: "Ich habe kein Auto, weil ich Geld sparen wollte."

Bei seinem Rookie-Vertrag, der ihm nur 150.000 Dollar garantiert, kein schlechter Gedanke. Ob er das auch in den kälteren Monaten Minnesotas durchziehen kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Seine Freundin hält seine Methode für "ziemlich verrückt, weil sie wie die meisten Amerikaner überall hinfährt", so Böhringer lachend. Für ihn selbst gibt es verrücktere Dinge, zum Beispiel die amerikanischen Maßeinheiten Miles, Yards und Fahrenheit, die für ihn "keinen Sinn" ergeben.

Ansonsten fühlt sich der 22-Jährige aber pudelwohl. "Bisher ist es als Deutscher in den USA fantastisch. Ich fühle mich nicht als Außenseiter", so Böhringer, der bislang "nur positive Dinge" erlebt hat.

Sollte es überraschend mit einem Kaderplatz klappen, wird Böhringer die Trainingsstrecke künftig sicherlich auch mit einem Auto bewältigen.

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