vergrößernverkleinern
Die L.A. Rams können doch noch siegen - und Carson Palmer beweist viel Humor © Getty Images/Twitter/@AZCardinals

Die Rams gewinnen nach über 20 Jahren wieder in Los Angeles, Carson Palmer verkleidet sich vor dem Sieg gegen Tampa Bay und Antonio Brown enttäuscht beim Pittsburgh-Sieg.

Die erste Woche in der NFL hatte es bereits in sich. Favoriten stolperten, Rookies trumpften groß auf und das Verletzungspech suchte schon am ersten Spieltag einige Franchises heim.

Auch Woche zwei der National Football League sollte nicht enttäuschen. SPORT1 fasst für Sie die Highlights der NFL zusammen (Die Ergebnisse der zweiten NFL-Woche).

- Im Kostüm zu alter Stärke

Manchmal hilft es, sich einfach selbst nicht zu ernst zu nehmen. So geschehen bei den Arizona Cardinals: Quarterback Carson Palmer verlor im Training die "Wer trifft die Mülltonne mit dem Football"-Challenge und musste sich vor dem Duell mit den Tampa Bay Buccaneers im Marshmallow-Mann-Kostüm aufwärmen (Die Tabelle der NFL).

Geschadet hat es offenbar nicht, denn angeführt von Palmer fegten die Cardinals Tampa Bay vom Feld. Der Spielmacher führte Arizona noch vor der Pause zur lockeren 24:0-Halbzeitführung und brachte es beim 40:7-Erfolg auf 308 Yards und drei Touchdowns.

- Aufatmen in Los Angeles

Endlich ist der Bann gebrochen. Die Los Angeles Rams haben zum ersten Mal seit dem 24. Dezember 1994 wieder einen Sieg als L.A. Rams errungen. Nach der 0:28-Auftaktblamage in San Francisco sorgte Kicker Greg Zuerlein beim Heimdebüt der Rams mit seinem Field Goal im ersten Viertel für kollektives Aufatmen im Coliseum.

Für einen Touchdown hat es beim 9:3-Erfolg der Rams vor einer beeindruckenden Kulisse von 91.046 Zuschauern – darunter auch NBA-Superstar LeBron James - nicht gereicht, zwei weitere Treffer Zuerleins waren gegen schwache Seattle Seahawks aber genug.

- Wunsch und Wirklichkeit in Pittsburgh

Die Erwartungen an Antonio Brown waren und sind riesig. 2000 Yards soll der Receiver der Pittsburgh Steelers in dieser Saison abliefern – und er selbst traut sich das offenbar auch locker zu. Nicht umsonst drehte Brown für den US-Sportsender den grandiosen Werbespot am Reception-Desk.

Das einzige Problem: Momentan ist Brown von Rekorden richtig weit weg. Zwar gewannen die Steelers das vielbeachtete Duell gegen den Rivalen Cincinnati Bengals mit 24:16, Brown fing aber nur vier Pässe und sorgte lediglich für 39 Yards Raumgewinn. Solche Spiele darf er sich in einer potenziellen 2000-Yards-Saison nicht oft leisten – sonst geht es direkt wieder zurück ans Reception Desk.

- Letzte Ausfahrt Rookie

Die New England Patriots kamen in Woche eins ohne Superstar-Quarterback Tom Brady super zurecht. Ersatzmann Jimmy Garopollo machte seine Sache ordentlich und führte die Pats zum Auftaktsieg. Bereits in Woche zwei wird Head Coach Bill Belichick erneut zum Handeln gezwungen. Garopollo wird beim 31:24-Erfolg gegen die Miami Dolphins im zweiten Viertel an der Schulter des Wurfarms verletzt – bis dahin mit 234 Yards und drei Touchdowns blendend aufgelegt - und wird durch Dritt-Runden-Rookie Jacoby Brissett ersetzt.

Der Youngster brachte die 24:3-Halbzeitführung nach Hause, doch für die nächsten zwei Spiele ist Brissett die einzige Quarterback-Option der Pats. Verpflichtet New England einen Ersatz vom Ersatz vom Ersatz, oder übernimmt vielleicht Julian Edelmann die Rolle des Notnagels, bis Brady am 9. Oktober wieder dabei ist?

- Die Sense des Rex

Rex Ryan ist ein eigener Typ – aber das war sogar für den Head Coach der Buffalo Bills ein fieser Zug. Offensive Coordinator Greg Roman durfte am Freitag nach der 31:37-Pleite gegen die New York Jets noch mit auf das Teamfoto – und wurde danach von Ryan gefeuert.

In den vergangenen fünf Jahren ist Roman das sechste Offensive-Coordinator-Opfer der Rexschen Sense. Bei den Bills nimmt unter dessen Assistant Head Coach und Running Back Coach Anthony Lynn auf dem Schleudersitz Platz.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel