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Cleveland Browns v Philadelphia Eagles
Carson Wentz von den Philadelphia Eagles gelangen im ersten Spiel gleich zwei Touchdowns © Getty Images

Los Angeles - Rookie-Quarterback Carson Wentz lässt die Eagles träumen, Drew Brees' Rekord-Gala ist für die Katz und 49ers-Star Colin Kaepernick bekommt Unterstützung.

Sieben Monate Langeweile und Warten sind endlich vorbei, die NFL ist zurück (Die Ergebnisse des 1. Spieltages).

Die Jagd nach Ruhm und Ehre in Super Bowl 51 am 5. Februar 2017 in Houston startete in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit der Neuauflage des Duells aus Endspiel Nummer 50. Denver und Carolina eröffneten mit einer spannenden Partie die Saison und auch die Sonntags-Spiele aus Week 1 hatten es in sich.

SPORT1 fasst die wichtigsten Ereignisse des ersten NFL-Sonntags 2016 zusammen:

- Willkommen in der NFL, Carson Wentz

Der Rookie-Quarterback der Philadelphia Eagles erlebte beim ersten Profiauftritt einen absoluten Traumstart. Beim 29:10-Sieg gegen die Cleveland Browns führte der zweite Pick im 2016er Draft sein Team direkt mit dem ersten Drive der Karriere zum Touchdown.

Vier von fünf vollständige Pässe mit 57 Yards Raumgewinn im ersten Drive, darunter der finale Pass zu Jordan Matthews zur 6:0-Führung nach rund fünf Minuten im ersten Viertel. Insgesamt brachte es Wentz auf 278 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. (SERVICE: Die Begriffe im Football)

- Wagenburg der Patriots hält

Star-Quarterback Tom Brady gesperrt, Tight-End Rob Gronkowski verletzt - alles kein Problem für die New England Patriots. Im Sunday-Night-Kracher gegen die Arizona Cardinals stellte Head Coach Bill Belichick sein Team großartig ein und holte durch das knappe 23:21 den ersten Sieg der Saison 2016. Brady-Ersatz Jimmy Garoppolo brachte es auf 24 von 33 erfolgreiche Pässe, 264 Yards Raumgewinn und einen Touchdown-Pass.

Ein großer Dank der Pats geht aber auch an Cardinals-Kicker Chandler Catanzaro, der den Sieg für Arizona in der letzten Minute auf dem Fuß hatte, aus 47 Yards Entfernung das siegbringende Field Goal aber daneben setzte.

- Showtime in New Orleans

Die New Orleans Saints sind auch in dieser Saison ein Garant für die verrückten Spiele. Wer Drama braucht, sollte Oldie-Quarterback Drew Brees und sein Team immer auf dem Schirm haben.

Zwar zog der 37-Jährige mit seinen Saints in einem dramatischen Duell gegen die Oakland Raiders mit 34:35 den Kürzeren, aber das Spektakel im Superdome war episch. Vier Touchdown-Pässe (423 Yards) von Brees – der längste davon über 98 Yards - waren nicht genug, denn Oakland setzte nach dem Touchdown durch Wide Receiver Seth Roberts 47 Sekunden vor dem Ende auf eine Two-Point-Conversion und schnappte sich den Sieg.

Brees überholte zudem den bis Week 5 gesperrten Tom Brady in der ewigen Touchdown-Rangliste und rangiert zumindest für die nächsten Wochen auf Rang drei.

- Cruz-Comeback aus dem Bilderbuch

Victor Cruz ist bei den New York Giants zurück - und hätte er sich ein Szenario für seine Rückkehr erträumen können, es hätte wahrscheinlich genau so ausgesehen.

700 Tage nach seinem Patellasehnen-Riss und der anschließenden Wadenverletzung, welche ihn die komplette Saison 2015 kostete, erzielte er den entscheidenden Touchdown seiner Giants zum 20:19-Auftaktsieg gegen die Dallas Cowboys.

- Kaepernicks Vorboten

49ers-Quarterback Colin Kaepernick war eines der bestimmenden Themen in der Preseason, weniger durch seine Leistungen als mehr durch seine Kritik an den Zuständen der amerikanischen Polizei.

Kaepernick greift zwar erst am Montag im Duell mit den Los Angeles Rams ins Geschehen ein, doch einige NFL-Kollegen zeigten sich mit Kapernick solidarisch und verweigerten ebenfalls, bei der US-Hymne vor dem Spiel zu stehen.

Am 15. Jahrestag des 9/11-Anschlags in New York entschieden sich unter anderem Arian Foster, Kenny Stills, Michael Thomas und Jelani Jenkins von den Miami Dolphins während der Hymne zu knien. Marcus Peters von den Kansas City Chiefs hob während der Hymne die rechte Faust, die Patriots Martellus Bennett und Devin McCourty danach.

- Bitterer Start für die Chargers

Einen bitteren Auftakt erlebten die San Diego Chargers. Trotz einer 21:3-Führung mussten sie sich den Kansas City Chiefs mit 27:33 nach Verlängerung geschlagen geben und verloren noch ihren Star-Receiver Keenan Allen.

Der 24-Jährige zog sich im zweiten Viertel eine Knieverletzung zu. Erste Untersuchungen deuten auf einen Kreuzbandriss hin. Bereits 2015 endete seine Saison vorzeitig wegen eines Nierenrisses.

- Verhaltener Start der Deutschen 

Björn Werner und Markus Kuhn ohne Klub, Sebastian Vollmer verletzt und Moritz Böhringer auf der Practice Squad in Minnesota. Bleiben noch Kasim Edebali und Mark Nzeocha. Saints-Defensive-End Edebali kam gegen Oakland zum Einsatz, konnte aber keine wirklichen Statistiken abliefern, Nzeocha stand bei der 19:20-Pleite seiner Dallas Cowboys gegen die New York Giants nicht im aktiven Kader.

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