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Leon Draisaitl wurde an dritter Stelle ausgewählt

München - Leon Draisaitl feiert ein gelungenes Debüt für die Edmonton Oilers. Für den ersten Scorerpunkt benötigt er kaum Zeit.

Leon Draisaitl brauchte kaum Anlaufzeit. Keine 90 Sekunden stand der Rookie bei seinem Debüt im Trikot der Edmonton Oilers auf dem Eis, da lag die Scheibe nach seiner Vorlage auch schon im Netz.

"Es ist immer gut, wenn man beim ersten Shift an einem Tor beteiligt ist. Das sorgt für Ruhe", sagte das Eishockey-Supertalent.

Der 18-Jährige blieb betont sachlich, dabei konnte sich sein Auftritt beim 3:1-Sieg im ersten echten Härtetest gegen die Calgary Flames sehen lassen.

Harte Arbeit macht sich bezahlt

Knapp drei Monate sind vergangen, seit Draisaitl vom fünfmaligen Stanley-Cup-Sieger als Nummer drei bei der alljährlichen Talenteverteilung Draft ausgewählt wurde.

Der Jung-Nationalspieler hat in den zurückliegenden Wochen hart an sich gearbeitet und knapp 13 Kilo Muskelmasse zugelegt.

Er wollte für die Herausforderung NHL bereit sein, und anscheinend haben sich die Mühen gelohnt.

Nervosität schnell abgelegt

"Ich war anfangs etwas nervös, um ehrlich zu sein. Aber das ist normal", sagte Draisaitl, als sich die Presse um den neuen Hoffnungsträger scharte.

Zufrieden, erleichtert, aber nicht überschwänglich wirkte der Center und untermalte es mit Worten:

"Es war okay, es ist noch früh in der Saison. Ich werde nach etwas Eingewöhnung ganz sicher besser."

Vom Nachwuchsteam zum drittbesten Spieler

Draisaitl hat die nächste Stufe auf dem Weg in den Oilers-Kader genommen.

Nachdem er zuvor nur für das Nachwuchsteam der Kanadier aufgelaufen war, schnupperte der Center nun zum ersten Mal richtige NHL-Luft.

16.839 Zuschauer im ausverkauften Rexall Place verfolgten aufmerksam, wie sich die Nachwuchshoffnung gegen gestandene Profis behauptete. Zur Belohnung wurde Draisaitl zum drittbesten Spieler gewählt.

Starke Bilanz

Der Arbeitsnachweis im ersten Einsatz, nur zwei Tage nach dem Start des Trainingscamps, rechtfertigte die Entscheidung.

15:42 Minuten Eiszeit, ein Assist, drei Schüsse, 62 Prozent gewonnene Bullys und in der Plus-Minus-Statistik eine +2, da er bei zwei Toren auf dem Eis und beim Gegentor nicht auf dem Eis war - die Bilanz war mehr als ordentlich.

Umstellung auf NHL-Spiel

Das ändert nichts daran, dass die Umstellung auf das schnellere und körperlichere Spiel im Vergleich zum Rookie-Camp Zeit brauchen wird.

"Jetzt geht es gegen NHL-Spieler. Es ist ein großer Unterschied. Ein anderes Level", sagte Deutschlands größtes Eishockey-Talent, das in seiner Reihe an der Seite der NHL-erfahrenen Benoit Pouliot und David Perron spielte.

Wolf bleibt ohne Scorerpunkt

Bei den Flames stand in David Wolf ebenfalls ein Deutscher im Aufgebot, der frühere Hamburger blieb in 12:23 Minuten aber ohne Scorerpunkt.

Wolf und Draisaitl bleiben noch etwas mehr als zwei Wochen, um sich vor dem NHL-Auftakt für den Kader zu empfehlen.

Bis dahin steht noch eine Reihe von Testspielen an.

Lob aus den Medien

Für den Moment sieht es ganz gut aus, vor allem was den jungen Oiler betrifft.

"Leon Draisaitl verschwendet keine Zeit und hinterlässt einen guten Eindruck", schrieb die Tageszeitung Edmonton Journal.

Etwas weniger euphorisch sah es der Kölner selbst: "Heute war ein guter Tag."

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