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PHILIPP GRUBAUER
Philipp Grubauer wurde im Draft 2010 in der vierten Runde von den Capitals ausgewählt. © Getty Images

München - Erst kurz vor Spiel 2 gegen die Islanders wird Goalie Philipp Grubauer in Washingtons Kader geholt und überzeugt. Alex Owetschkin trifft. Chicago patzt, Montreal führt 2:0.

Seine unverhoffte Chance in den NHL-Playoffs hat Philipp Grubauer nach ein paar Anfangsschwierigkeiten genutzt.

Der deutsche Goalie, der erst wenige Stunden vor Spiel 2 der Washington Capitals in den Kader berufen wurde, ersetzte den kranken Starter Braden Holtby und feierte beim 4:3 gegen die New York Islanders den ersten Playoff-Sieg seiner Karriere (Die NHL-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Dabei kassierte der 23-Jährige (18 Paraden) schon nach fünf Minuten seinen ersten Treffer. Nach dem 1:3 durch Kyle Okposo hielt Grubauer seinen Kasten aber über die letzten knapp 26 Minuten sauber und ermöglichte den Capitals so ihr Comeback.

"Einfach den Puck stoppen. Das ist keine Raketenwissenschaft", beschrieb der Rosenheimer sein Erfolgsrezept beim ersten zweiten Einsatz dieser Saison. Wie Landsmann Olaf Kölzig (1995) gewann Grubauer als Capitals-Rookie sein Debüt in den Playoffs. Er ist der erste in Deutschland geborene Torhüter mit einem Sieg in der K.o.-Runde.

Owetschkin schlägt zu

Die beiden Topstars Alex Owetschkin (Treffer zum 2:3) und Niklas Bäckström (3 Punkte) sorgten für den Ausgleich, ehe Jason Chimera das Siegtor gelang.

Damit gehen die Capitals in der Best-of-Seven-Serie immerhin mit einem 1:1 nach New York, müssen aber den Heimvorteil zurückgewinnen.

"Wenn wir unser Spiel machen und uns in ihrer Zone halten, kann alles passieren", sagte Owetschkin, der die NHL in der regulären Saison mit 53 Treffern angeführt hatte.

Blackhawks zerlegt

Die Chicago Blackhawks kassierten bei den Nashville Predators eine herbe 2:6-Klatsche und mussten den 1:1-Ausgleich in der Serie hinnehmen.

Die hochkarätige Offensivabteilung kam nie in Schwung, die Verteidigung bracht im dritten Abschnitt mit drei Gegentoren innerhalb von zweieinhalb Minuten völlig zusammen.

Dabei gelang Nashvilles starkem Goalie Pekka Rinne sogar ein Assist zum zwischenzeitlichen 5:2 (Alles zur NHL im Free-TV auf SPORT1: Do., 23.30 Uhr: Inside US Sports).

Dem Schweizer Roman Josi gelang das erste Playoff-Tor seiner Karriere, allerdings musste sein Verteidiger-Kollege Shea Weber mit einer Unterleibsverletzung vom Eis.

Montreal übersteht Krimi

Die Montreal Canadiens werden ihrer Favoritenrolle gerecht und holten sich im kanadischen Duell mit den Ottawa Senators auch das zweite Spiel.

Allerdings war das 3:2 nach Verlängerung ein echter Krimi. Alex Galchenyuk gelang in der Overtime nach knapp vier Minuten der Siegtreffer für den Rekordmeister.

"Es ist immer großartig, in der Verlängerung zu treffen. Ich denke aber nicht groß darüber nach. Wie wichtig es war, wird sich später noch herausstellen", sagte der Matchwinner.

Sedin beendet Durststrecke

Die Calgary Flames - David Wolf steht nicht im Playoff-Kader - verloren bei den Vancouver Canucks mit 1:4, nehmen aber nach dem Sieg in Spiel 1 den Heimvorteil mit nach Hause.

Daniel Sedin und Chris Higgins brachten die Canucks schon früh auf die Siegerstraße, Torhüter Eddie Lack erledigte den Rest.

Für Sedin war es nach Pass von Zwillingsbruder Henrik war es das erste Playoff-Tor seit den verlorenen Finals um den Stanley Cup 2011 gegen Dennis Seidenbergs Boston Bruins.

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