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Die Pittsburgh Penguins setzen sich auch im zweiten Spiel gegen San Jose durch und sind auf Kurs Titelgewinn. Die Entscheidung fällt in der Verlängerung.

Tom Kühnhackl und den Pittsburgh Penguins fehlen nur noch zwei Siege zum Stanley-Cup-Triumph.

Das Team um Kanadas Eishockey-Superstar Sidney Crosby gewann das zweite Playoff-Finale der NHL gegen die San Jose Sharks mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung und führt in der Best-of-seven-Serie mit 2:0. Spiel drei findet in der Nacht auf Sonntag (ab 2.00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US) in San Jose statt.

Der 24-jährige Kühnhackl, der erst am 9. Januar sein NHL-Debüt gab, ist auf dem besten Weg, als dritter Deutscher die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt zu gewinnen. Uwe Krupp triumphierte 1996 mit Colorado Avalanche und 2002 mit den Detroit Red Wings, Dennis Seidenberg 2011 mit den Boston Bruins.

"Ich habe nie gedacht, dass ich nach nur fünf Monaten hier um den Stanley Cup spielen würde - mit meinem Vater auf der Tribüne", sagte Tom Kühnhackl

Sheary wird zum Helden

Der Sohn der Eishockey-Legende Erich Kühnhackl stand 10:43 Minuten auf dem Eis und war wie schon beim 3:2 im ersten Finale vor allem in der Defensive gefordert. Phil Kessel brachte Pittsburgh mit seinem zehnten Playoff-Tor in Führung (29.), Justin Braun erzwang die Verlängerung (56.).

In der dritten Minute der Overtime sorgte Conor Sheary für die Entscheidung. Sidney Crosby hatte einen Faceoff in der offensiven Zone gewonnen, anschließend leitete Kris Letang den Puck zu Sheary weiter, der ihn nach 2:35 Minuten in der Overtime zum umjubelten Siegtreffer im Netz versenkte.

Kühnhackl senior jubelte nach dem Siegtor ausgelassen auf der Tribüne. "Es ist ein Traum", sagte der deutsche Eishockeyspieler des Jahrhunderts, "ein Spektakel."

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Goalie Jones überragt

Pittsburgh dominierte vom ersten Bully an mit hohem Tempo das Spiel. Einzig der erneut überragende Torhüter Martin Jones verhinderte eine deutliche Führung der Gastgeber. 22 Torschüsse wehrte der Goalie in den ersten beiden Dritteln ab, lediglich beim zehnten Playoff-Treffer von Kessel war er machtlos. Glück hatte er allerdings, als Chris Kunitz den Pfosten (10.) und Carl Hagelin die Latte (36.) trafen.

San Jose kam mit dem Hochgeschwindigkeits-Eishockey von Crosby und Co. lange überhaupt nicht zurecht. Nach 40 Minuten hatten die Gäste nur elf Schüsse aufs Tor abgegeben. Erst im Schlussdrittel setzten die "Haie" die Penguins stärker unter Druck. Der Ausgleich war dennoch glücklich, weil Pittsburgh zuvor viele Chancen zum 2:0 ausgelassen hatte.  

Für San Jose hält der Overtime-Fluch an. Für die Sharks war es die vierte Niederlage in der Extrazeit in den Playoffs. Spiel 3 steigt in der Nacht auf Sonntag (ab 2 Uhr LIVE
im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) in Kalifornien.

Wiedersehen mit Lemieux

Vater Kühnhackl erfüllte sich indes noch einen anderen Traum: Die Legende schüttelte Mario Lemieux die Hand. Mit dem Penguins-Mitbesitzer unterhielt Kühnhackl sich über alte Zeiten.

Vor 31 Jahren, bei der WM 1985 in Prag, hatten sich die beiden auf dem Eis gegenüber gestanden - Lemieux als 19-Jähriger nach seiner Debütsaison mit Pittsburgh am Anfang, Kühnhackl als 34-Jährige bei seiner letzten WM am Ende einer grandiosen Karriere. "Mario zu treffen, war großartig", meinte Kühnhackl.

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