vergrößernverkleinern
Leon Draisaitl
Leon Draisaitl (M.) bereitete in Spiel eins gegen Anaheim drei Tore vor © Getty Images

Die Edmonton Oilers starten in der NHL furios in die Playoff-Serie gegen die Anaheim Ducks. Leon Draisaitl ist fast an jedem Tor der Kanadier beteiligt.

Die Edmonton Oilers zogen Parallelen zum großen Wayne Gretzky, doch Leon Draisaitl spielte seine brillante Nacht herunter.

"In den Playoffs muss jeder hochschalten", sagte der Jungstar, nachdem er sein Team mit drei Vorlagen und einem Tor zum 5:3-Auftaktsieg in der zweiten Playoff-Runde der NHL bei den Anaheim Ducks geführt hatte.

Die Oilers erinnerte Draisaitls Vorstellung an die Auftritte ihrer Legende. Der deutsche Hoffnungsträger sei erst der zweite Spieler seit Gretzky, der vor seinem 22. Geburtstag in einem Playoff-Spiel mindestens vier Punkte für Edmonton erzielte, ließen die Kanadier via Twitter wissen.

Anaheim Draisaitls Lieblingsgegner

Nach einer durchwachsenen Leistung im Conference-Viertelfinale stellte "The German Gretzky", wie Draisaitl seit seiner Ankunft in Edmonton genannt wird, gegen Anaheim sein Können unter Beweis.

Bei allen Toren seines Teams stand der Kölner auf dem Eis, allerdings auch bei den drei Gegentreffern. Die Oilers gingen in der Best-of-Seven-Serie 1:0 in Führung (Spiel zwei am Freitag um 4.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

Ohnehin sind die Ducks Draisaitls "Lieblingsgegner". Zwölf Scorerpunkte gelangen ihm in sechs Spielen in dieser Saison gegen die Kalifornier. Draisaitl will die Statistik aber nicht überbewerten.

"Die Leute machen da eine große Sache draus. Jeder Spieler hat ein Team, gegen das er gerne spielt. Aber in den ersten beiden Dritteln habe ich fast nichts getan", sagte er.

Deutscher NHL-Rekord

In der gesamten Saison war Draisaitl an 77 Treffern beteiligt und überflügelte sogar die Bestmarke seines Bundestrainers Marco Sturm aus der Spielzeit 2005/06 (59 Scorerpunkte).

Den dürfte der Verlust seines Rekordes weniger geschmerzt haben als die starke Vorstellung seines Starspielers. Denn der 21-Jährige wird dem ehemaligen NHL-Star beim WM-Auftakt am 5. Mai nun definitiv fehlen. Das fünfte Spiel der Serie findet an eben jenem Freitag statt. (Eishockey-WM von 5. bis 21. Mai LIVE im TV auf SPORT1)

"Sie fangen schon früh wieder an, hoffentlich geht es schnell", hatte Sturm am Montag mit Blick auf die Playoffs gesagt. Ginge die Serie über die maximale Distanz von sieben Spielen, wäre am 10. Mai Schluss.

Sturm hofft auf Draisaitl

Draisaitl könnte Sturm - im Falle des Ausscheidens - spätestens zum wichtigen sechsten Gruppenspiel gegen Italien (13. Mai) zur Verfügung stehen.

Dafür will der Chefcoach möglichst lange einen Platz im Kader der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) freihalten. "Sie bringen Ruhe, Erfahrung und Gelassenheit", sagte Sturm über seine NHL-Profis, "das merken auch die anderen auf dem Eis."

Erreicht Draisaitl mit den Oilers das Halbfinale, könnte Anaheim-Verteidiger Korbinian Holzer in den Kader rücken. Auch er hatte seine Bereitschaft erklärt. Holzer musste bei Draisaitls Gala dem genesenen Cam Fowler weichen und bekam keine Eiszeit.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel