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Tom Kühnhackl hat mit den Pittsburgh Penguins zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen - im entscheidenden Spiel schaut der Deutsche aber nur zu.

Eishockey-Nationalspieler Tom Kühnhackl hat mit den Pittsburgh Penguins zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen - diesmal als Zuschauer.

Ohne den 25 Jahre alten Stürmer siegte das Team um Superstar Sidney Crosby im sechsten Playoff-Finale der NHL bei den Nashville Predators mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) und entschied die Best-of-seven-Serie mit 4:2 für sich.

Kurioses Tor führt zum 1:0

Der Schwede Patric Hörnqvist erzielte das 1:0 (59.) auf höchst kuriose Art und Weise. Als der Schuss von Justin Schultz von der Hintertor-Bande abprallte, reagierte der Stürmer clever.

Er schoss aus spitzem Winkel nicht aufs Tor, sondern auf den gegnerischen Torhüter Pekka Rinne. Von dessen Rücken prallte der Puck zur Penguins-Führung ins Tor. 

Carl Hagelin stellte nur eine Minute später den 2:0-Endstand her, der den fünften Titelgewinn der Penguins sicherte.

Das Team aus Pittsburgh hatte bereits vor zwölf Monaten triumphiert. Damit schaffte es eine Mannschaft erstmals seit 19 Jahren, den Titel zu verteidigen. 

Beim Triumph vor einem Jahr war Kühnhackl in seiner ersten NHL-Saison noch Stammspieler gewesen. Jetzt war er seit dem 8. Mai nicht mehr zum Einsatz gekommen. 

Crosby überstrahlt in Playoffs

Wie vor einem Jahr wurde Crosby als MVP der Playoffs ausgezeichnet. Der Olympiasieger von 2010 und 2014 verbuchte in der Meisterrunde 27 Scorerpunkte - einen Zähler weniger als sein russischer Teamkollege Jewgeni Malkin.

"Wir hatten viele Verletzte, aber wir haben uns durchgesetzt", sagte Crosby, der zum dritten Mal den Cup gewann: "Es ist etwas Besonderes, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Das war von Anfang an unser Ziel."

Schiedsrichter pfeift zu früh

In einem hochklassigen Spiel mit viel Tempo gab es zwar zahlreiche Torchancen, aber lange keine Treffer. Die vermeintliche Führung für Nashville fand keine Anerkennung: Als Colton Sissons den Puck ins Netz schoss, hatten die Schiedsrichter bereits - zu früh - abgepfiffen (22.).

Predators' rechter Flügelstürmer Filip Forsberg hatte einen Schuss in Richtung Penguins-Goalie Matt Murray gefeuert, dieser konnte parieren. Doch der Puck tanzte frei auf dem Eis, als Sissons angeflogen kam und ihn bäuchlings ins Tor stocherte.

Proteste sind vergebens

Der Schiedsrichter Kevin Pollock stand in der Ecke und blickte in Richtung Pittsburgh-Torhüter Murray, den Puck hatte er vermutlich aus dem Blick verloren und ging davon aus, dass Murray ihn sicher hatte. Der zu frühe Pfiff verhinderte die Führung der Predators. 

Daran konnten auch die Proteste der Predators und des Publikums nicht ändern. Der Videobeweis konnte in dieser Situation nicht angefordert werden.

Die Szene war nicht die einzige, in der ein Torhüter im Mittelpunkt stand. Beide Schlussmänner präsentierten sich in überragender Form: Pekka Rinne, beim 0:6 im fünften Finale noch nach einem Drittel ausgewechselt, machte ein halbes Dutzend 100-prozentiger Chancen für Pittsburgh zunichte.

Murray, in den ersten beiden Partien in Nashville neunmal bezwungen, rettete mehrmals in höchster Not.

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