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Die DVV-Männer feierten 2010 mit Platz acht ihr bestes WM-Ergebnis
Die DVV-Männer feierten 2010 mit Platz acht ihr bestes WM-Ergebnis © Getty Images

Kattowitz - Die deutschen Volleyballer lassen Südkorea keine Chance und beenden die Vorrunde auf Platz zwei hinter Weltmeister Brasilien.

Der Medaillen-Traum lebt: Die deutschen Volleyballer haben auch ihr abschließendes Vorrundenspiel bei der WM in Polen locker gewonnen und gehen mit mächtig Rückenwind in die zweite Gruppenphase.

Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen bezwang Südkorea zum Abschluss mit 3:0 (25:13, 25:16, 25:21) und sicherte mit vier Siegen aus fünf Spielen souverän den zweiten Platz in der Gruppe B.

Männer knüpfen an gute Leistungen an

In der Spodek Arena in Kattowitz knüpfte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nahtlos an die gute Leistung vom Vortag an.

Am Samstag hatte es ein ungefährdetes 3:1 gegen Finnland gegeben, das den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde brachte.

Die Auftakt-Niederlage gegen Titelverteidiger Brasilien (0:3) blieb das einzige Negativerlebnis der ersten WM-Woche.

Außerdem gab es Siege gegen Kuba (3:0) und Tunesien (3:1).

Deutschland untermauert WM-Ambitionen

Angeführt vom starken Denis Kaliberda zog das DVV-Team vor 4000 Zuschauern im ersten Satz schnell davon (17:11) und untermauerte die Ambitionen auf die erste deutsche WM-Medaille seit 44 Jahren.

Die DDR hatte 1970 mit Gold in Bulgarien das bislang einzige deutsche WM-Edelmetall gewonnen.

Allerdings hatten die Südkoreaner längst nicht das Format eines Weltklasseteams. Die Asiaten nutzen die WM lediglich zur Vorbereitung auf die für sie wichtigeren Asienspiele.

Bedeutungslos war die Begegnung allerdings nicht, denn mit einem Sieg hätte Südkorea noch in die nächste Runde einziehen können.

Hochüberlegene Vorstellung

So schieden sie jedoch gemeinsam mit den sieglosen Tunesiern aus.

Am Samstag hatte Südkorea überraschend Brasilien noch einen heißen Kampf geliefert und nur knapp mit 2:3 verloren.

Doch der Olympia-Fünfte Deutschland, der ohne Mittelblocker Max Günthör antrat, leistete sich kaum Schwächen und gewann auch den zweiten Satz dank einer konzentrierten Vorstellung hochüberlegen.

Im dritten Satz startete Südkorea zwar ordentlich (10:8), hatte am Ende aber trotzdem das Nachsehen.

Deutschen warten auf Gegner

Neue Gegner der deutschen Mannschaft in der zweiten Gruppenphase sind nun Olympiasieger Russland, Bulgarien, China und Kanada.

Ergänzt wird die Gruppe durch Brasilien, Kuba und Finnland. Das erste Spiel findet am Mittwoch in Kattowitz statt, der Gegner ist noch offen.

Die ersten drei der acht Teams qualifizieren sich anschließend für die dritte Gruppenphase, in der um den Einzug in die Finalrunde gespielt wird.

Das Endspiel wird am 21. September ebenfalls in Kattowitz ausgetragen.

Zunächst stehen aber zwei spielfreie Tage zur Erholung an.

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