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Die deutschen Herren bejubeln den wichtigen Sieg gegen Finnland
Die deutschen Herren bejubeln den wichtigen Sieg gegen Finnland © imago

Kattowitz - Die DVV-Männer starten souverän in die zweite Gruppenphase der WM und schlagen die Chinesen klar. Jetzt kommt der Angstgegner.

Die deutschen Volleyballer haben ihren Siegeszug bei der WM in Polen eindrucksvoll fortgesetzt und steuern zielstrebig auf die dritte Runde zu.

Zum Auftakt der zweiten Gruppenphase siegte das Team von Bundestrainer Vital Heynen gegen China locker 3:0 (25:19, 25:22, 25:17) und feierte im sechsten Spiel bereits den fünften Sieg.

Nächster Gegner ist am Donnerstag Bulgarien.

Deutsche mit viel Selbstvertrauen

"Wir können sehr zufrieden sein. Wir mussten hier gewinnen, um eine Chance auf die nächste Runde zu haben und das ist uns gelungen. Das war eine Teamleistung", sagte Außenangreifer Denis Kaliberda: "Wir haben im zweiten Satz ein paar Fehler gemacht, aber alles in allem war das gut."

In der Spodek Arena in Kattowitz knüpfte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) dort an, wo sie am Ende der ersten Runde aufgehört hatte.

Nach zuvor vier Erfolgen in Serie war das Selbstvertrauen groß, die Auftaktniederlage gegen Weltmeister Brasilien war das einzige Negativerlebnis der ersten WM-Woche.

Grozer und Kampa überzeugen

Mit nun neun Punkten bleibt der Olympia-Fünfte von London den Topteams Brasilien (12) und Russland (11) auf den Fersen.

Angeführt von Diagonalangreifer Georg Grozer und Zuspieler Lukas Kampa ging das DVV-Team schnell mit 12:5 in Führung.

Sowohl in der Annahme als auch im Angriff am Netz agierte der Achte der WM 2010 hochkonzentriert und hatte den ersten Satz schon nach 23 Minuten entschieden.

Chinesen bereiten zwischenzeitlich Probleme

Im zweiten Durchgang kamen die Chinesen jedoch besser ins Spiel und bereiteten dem Favoriten deutlich größere Probleme.

Bis zum 20:19 lagen beide Teams gleichauf, doch bereits der erste Satzball reichte schließlich zum verdienten 2:0.

Ganz aufgegeben hatten sich die Asiaten jedoch noch nicht und kämpften auch zu Beginn des dritten Satzes verbissen um den Anschluss.

Allerdings spielten Grozer und Co. wieder organisierter und gewannen so auch den entscheidenden Satzpunkt.

Medaille bleibt Ziel

Vor dem Start der zweiten Phase hatte Heynen einmal mehr betont, dass der Gewinn einer WM-Medaille - es wäre die erste für eine deutsche Mannschaft seit 44 Jahren - das große Ziel bleibt.

"Wir liegen dafür weiter im Plan", betonte der 45 Jahre alte Belgier.

Doch die harten Gegner kommen erst noch. Zunächst wartet Angstgegner Bulgarien, gegen den es bei den letzten großen Turnieren jeweils Niederlagen gesetzt hatte.

Sowohl bei Olympia 2012 in London als auch bei der EM 2013 warfen die Bulgaren die DVV-Mannschaft jeweils im Viertelfinale aus dem Turnier.

Ultimativer Härtetest steht noch aus

"Wir haben sie nicht so gern, aber ich hoffe, dass es dieses Mal anders wird", sagte Grozer: "Wir waren in den letzten Jahren noch nicht so reif, wie wir es jetzt sind."

Nach einem freien Tag folgt dann der ultimative Härtetest gegen Olympiasieger und Goldfavorit Russland am Samstag, ehe es einen Tag später zum Abschluss der zweiten Runde gegen Kanada geht.

Außerdem gehören Weltmeister Brasilien, Kuba, und Finnland zur Achtergruppe, allerdings wurden die Begegnungen bereits in der ersten Runde absolviert.

Drei der acht Teams ziehen in die letzte Gruppenphase ein. Danach beginnt die Finalrunde mit dem Endspiel am 21. September.

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