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Deutschland feiert gegen Bulgarien den sechsten Sieg im siebten Spiel © Getty Images

Kattowitz - Das DVV-Team überzeugt in der Zwischenrunde der WM in Polen gegen Angstgegner Bulgarien. Mit Russland wartet nun aber der Härtetest.

Die deutschen Volleyballer haben ihre Medaillen-Ambitionen eindrucksvoll untermauert und stehen bei der WM in Polen unmittelbar vor dem Einzug in die dritte Runde.

Gegen Angstgegner Bulgarien setzte sich die bärenstarke Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen hochverdient mit 3:1 (25:16, 25:15, 23:25, 25:17) durch und feierte im siebten Spiel den sechsten Sieg. Zur Qualifikation für die Runde der besten Sechs fehlt nur noch ein weiterer Erfolg.

Mit breiter Brust gegen Russland

"Unsere Spiele gegen Bulgarien waren immer hart, und wir haben sie meist verloren. Aber heute waren wir einfach die bessere Mannschaft", sagte Georg Grozer, der einmal mehr als erfolgreichster Scorer glänzte: "Wir waren sehr fokussiert und haben sehr stark gespielt. Wir werden jetzt versuchen, uns zu erholen und dann mit Energie an die nächsten Aufgaben zu gehen."

Nach zwei Begegnungen in der zweiten Gruppenphase hat die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), die unbedingt die erste deutsche WM-Medaille seit 44 Jahren gewinnen will, in Kattowitz zwölf Punkte auf dem Konto und kann mit breiter Brust in das Duell mit Olympiasieger Russland am Samstag (20.25 Uhr) gehen.

Nach zwei bitteren Viertelfinal-Pleiten bei Olympia 2012 und der EM 2013 gelang es Deutschland erstmals wieder, in einem entscheidenden Spiel gegen Bulgarien zu gewinnen.

In der Spodek Arena starteten Diagonalangreifer Georg Grozer und Co. hervorragend.

Schnelle 2:0-Führung

Einen Tag nach dem souveränen 3:0 zum Rundenauftakt gegen China führte der Zehnte der Weltrangliste im ersten Satz schnell mit 8:5 und baute das Polster weiter aus. Nach nur 24 Minuten ging der Satz auch dank souveräner Vorstellungen von Denis Kaliberda und Max Günthör an das DVV-Team.

Angeführt von Grozer erspielten sich die Schmetterkünstler, die zuvor bei der WM nur gegen Brasilien verloren hatten, eine 15:9-Führung und gewannen auch den zweiten Satz souverän.

Hochkonzentriert in der Annahme und bärenstark bei den Aufschlägen - die Bulgaren fanden nur im dritten Satz die richtigen Mittel gegen das deutsche Spiel. Bei den letzten großen Turnieren hatten sie das DVV-Team noch klar distanziert.

Kanada als härtester Widersacher um Platz 3

Im Kampf um den dritten Platz in der Gruppe, der zur Qualifikation für die nächste Runde berechtigt, ist aktuell Kanada der ärgste Widersacher der Deutschen.

Die Überraschungsmannschaft siegte am Donnerstag 3:0 gegen Finnland und weist nach dem zweiten Spieltag zehn Punkte auf. An der Spitze der Gruppe steht das ungeschlagene Brasilien (15) nach dem siebten Sieg in Serie vor Russland.

Nach einem freien Tag folgt für Grozer und Co. nun der ultimative Härtetest gegen Goldfavorit Russland, ehe es einen Tag später zum Abschluss der Runde gegen Kanada geht.

Grozer: "Brauchen perfekten Tag"

Die Russen gelten als härteste Nuss des Turniers.

"Das wird sehr, sehr schwer. Wir brauchen wirklich einen perfekten Tag, um sie schlagen zu können", sagte Grozer: "Nur wenn wir unsere beste Leistung zeigen, werden wir eine Chance haben. Sie sind in allen Bereichen sehr stark."

Außerdem gehören Weltmeister Brasilien, Kuba, und Finnland noch zur deutschen Achtergruppe, allerdings wurden die Begegnungen gegen das Trio bereits in der ersten Runde absolviert.

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