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Alberto Contador verlässt das Büro der Doping-Kontrolleure

Der Radsport-Weltverband UCI hat auf die jüngsten Dopingfälle Daryl Impey und Roman Kreuziger reagiert und den nationalen Verbänden die Entscheidungsgewalt bei der Beurteilung der einzelnen Vergehen entzogen.

"Um den Anti-Doping-Kampf der UCI weiter voranzutreiben, werden wir ein unabhängiges Schiedsgericht installieren, das über das Strafmaß für positiv getestete Fahrer entscheiden wird", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Statement der UCI.

Der Südafrikaner Impey und der Tscheche Kreuziger waren von ihren nationalen Verbänden freigesprochen worden. Bei Impey hatte ein Apotheker die Verantwortung für den positiven Probenecid-Befund übernommen, er gab an, dem Fahrer verunreinigte leere Kapseln verkauft zu haben.

Bei Kreuziger hatten Auffälligkeiten im Biologischen Pass zu einer Suspendierung des Fahrers durch die UCI geführt. Der tschechische Verband hob diese mit der Begründung auf, die vorliegenden Beweise würden für eine Sperre nicht ausreichen.

Mit ihrem neuen Schiedsgericht, das 2015 seine Arbeit aufnehmen wird, will die UCI verhindern, dass es wie in der Vergangenheit immer wieder den CAS anrufen muss, um gegen Entscheidungen nationaler Verbände vorzugehen.

Zudem wolle man, so heißt es in dem Statement, "den Verbänden die Last der Entscheidung abnehmen".

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