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Margareta Kozuch ist nach der Niederlage fassungslos
Margareta Kozuch ist nach der Niederlage fassungslos

Triest - Nach der vierten Turnierniederlage haben die deutschen Volleyballerinnen die angepeilte Medaille bei der WM in Italien (SPORT1 zeigt alle deutschen Spiele LIVE im TV und im LIVE-TICKER) wohl endgültig aus den Augen verloren.

Gegen China kassierte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti zum Auftakt der Zwischenrunde in Triest ein 0:3 (16:25, 23:25, 23:25) und bleibt Tabellenletzter der Gruppe E.

Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) war mit nur zwei Punkten in die Zwischenrunde eingezogen und muss fünf Plätze gut machen, um den Sprung in die Top Sechs zu schaffen.

Schwacher Start der DVV-Damen

Die Niederlagen aus der Vorrunde gegen Gastgeber Italien (1:3), die Dominikanische Republik (2:3) und Kroatien (2:3) gehen in die Wertung ein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Gegen die Asiatinnen blieb der Vize-Europameister anfangs erneut unter seinen Möglichkeiten. In der Annahme und in der Abwehr zeigte das DVV-Team im ersten Durchgang eine gute Leistung, aber es haperte wieder bei der Durchschlagskraft im Angriff.

So gerieten die Deutschen gegen den Weltranglistenfünften schnell in Rückstand.

Wechsel bringen keinen Schwung

Auch diverse Wechsel brachten nicht viel, das deutsche Team schwächelte nach wie vor in der Offensive.

Guidetti forderte von seinen Spielerinnen immer wieder "mehr Mut, mehr Biss", was die Mannschaft erst im zweiten Satz umsetzte.

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Kozuch und Co. blieben mit gefährlichen Angaben und aggressiven Angriffen länger im Spiel und zeigten endlich eine kämpferische Leistung, wurden am Ende aber nicht mit einem Satzgewinn belohnt. (LIVE-TICKER zum Nachlesen)

Im letzten Durchgang bewiesen die Deutschen Moral, verloren am Ende aber etwas unglücklich mit 0:3.

Guidetti bemängelt Konstanz 

"Wir schaffen es nicht, über den gesamten Zeitraum eines Spiels eine konstante Leistung zu bringen", hatte Guidetti nach Ende der Vorrunde gesagt, in der seine Schützlinge lediglich gegen die bereits ausgeschiedenen Teams aus Argentinien und Tunesien gewonnen hatten (

).

Auch ein Besuch in der Eisdiele am spielfreien Tag, um endlich einmal den Kopf freizubekommen, konnte das durchaus vorhandene Potenzial nicht freisetzen.

Noch vor knapp vier Monaten hatte das Team die Chinesinnen bei den Montreux Masters mit 3:0 bezwungen und das hochklassige Turnier am Ende sogar gewinnen können.

Chancen verschwindend gering

Nach dem hervorragenden Saisonstart waren die Schmetterlinge erstmals mit einen klar formulierten Medaillenziel in die WM gegangen, wurden dem eigenen Anspruch aber nicht gerecht.

Immer wieder schwächelten einzelne Spielerinnen - das konnte das Kollektiv nicht auffangen.

Der Vize-Europameister bekommt es am Donnerstag mit Japan (Donnerstag ab 16.55 LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) zu tun.

Nach einem Ruhetag warten noch Belgien ( Samstag ab 16.55 LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) und Aserbaidschan (Sonntag ab 16.55 LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER).

Deutschland hätte alle Spiele in der Zwischenrunde gewinnen müssen, um noch eine reelle Chance auf den Einzug in die Runde der besten Sechs zu haben.

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