Nach der Niederlage gegen China sind Deutschlands Chancen minimal. <strong>SPORT1</strong> erklärt, wie Deutschland das Wunder doch möglich ist.

Von Stefan Schnürle

Realistisch gesehen ist das WM-Aus unabwendbar:

Nach der dritten Turnier-Niederlage in Folge mit dem 0:3 gegen China (Bericht) sind die Medaillenchancen der deutschen Volleyballerinnen vor der Partie gegen Japan (ab 17.05 Uhr alle LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) auf ein Minimum gesunken.

Die Art und Weise, wie die 0:3-Niederlage gegen starke Chinesinnen zustande kam, stimmt Giovanni Guidetti aber optimistisch:

"Wenn wir in den letzten drei Partien an die heutige Leistung anknüpfen, dann können wir auch drei Siege holen", sagt der Bundestrainer.

Gutes Abschneiden wichtig

Ein gutes Abschneiden ist auch wichtig für die Olympia-Qualifikation, weil die Teams abhängig von der WM-Platzierung Weltranglistenpunkte bekommen.

Heißt konkret: Je besser Deutschland in der Weltrangliste platziert liegt, desto einfacher werden die Gegner auf dem Weg zu Olympia 2016 in Rio de Janeiro.

Kurios: Rein rechnerisch haben die Schmetterlinge noch immer die Chance auf den Einzug in die dritte Runde. 

SPORT1 erklärt, was passieren muss, damit das Wunder von Triest tatsächlich noch wahr werden kann.

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• Aktuelle Tabelle:

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• Voraussetzung:

Drei glatte Siege mit 3:0 oder 3:1 sind für Deutschland Pflicht, denn für einen 3:2-Sieg gibt es im Volleyball nur zwei statt drei Punkte.

Gelingt das, käme Deutschland auf 11 Punkte. Belgien und Aserbaidschan würden die Schmetterlinge mit diesen drei Siegen aus eigener Kraft überholen.

• SCHÜTZENHILFE:

Im Idealfall marschieren die Favoriten China und Italien vorneweg und gewinnen alle Spiele glatt.

Aber: Verliert Japan neben dem Spiel gegen Deutschland auch noch gegen Favorit Italien, würde Deutschland ein weiteres Team in der Tabelle überholen.

Kroatien darf in den Partien gegen Aserbaidschan, China und Belgien maixmal fünf Punkte holen, was auch im Bereich des Möglichen liegt.

Auch Sätze und Punkte ausschlaggebend

Schlägt Kroatien zwei Teams glatt, entscheidet die Anzahl gewonnener Sätze.

In diesem Rechenbeispiel lägen Deutschland und Kroatien aber auch hier mit 14 Durchgängen gleichauf.

Daher müsste das Satzverhältnis und im Extremfall sogar die Ballpunkte entscheiden.

DomRep Zünglein an der Waage?

Zumindest in dieser Wertung hätten die Deutschen gute Karten, weil sie dort bereits jetzt vor Kroatien liegen.

Das Zünglein an der Waage bei einer makellosen Bilanz der DVV-Frauen in den letzten drei Spielen würde wohl die Dominikanische Republik spielen.

Die dürfte nur noch maximal zwei Punkte aus den Spielen gegen Aserbaidschan, China und Belgien holen.

Gegen China und Belgien sind Niederlagen im Bereich des Möglichen, doch gegen Aserbaidschan geht die Auswahl aus der Karibik als klarer Favorit in die Partie.

Und: Gewinnen die Dominikanerinnen eines der drei Spiele glatt, hätten sie am Ende zwar wie Deutschland 11 Punkte, wären aber wegen der höheren Anzahl gewonnenen Sätze (15) vor den DVV-Frauen in der Tabelle.

• WILDESTE RECHNUNG:

Eine weitere theoretische Chance bestünde auch noch, wenn Italien oder China alle drei verbleibenden Spiele verlieren - das darf aber wohl ausgeschlossen werden.

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