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Das deutsche Team verlor auch gegen Japan
Heike Baier und das deutsche Team sind raus

Die deutschen Volleyballerinnen vergeben gegen Japan die letzte Medaillen-Chance bei der WM. Ein starker Beginn reicht nicht.

Triest - Der Traum von der ersten WM-Medaille ist für Deutschlands Volleyballerinnen endgültig geplatzt.

Mit dem 2:3 (25:23, 24:26, 19:25, 25:16, 11:15) in der zweiten Partie der Zwischenrunde im italienischen Triest gegen den Olympia-Dritten Japan hat die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti auch ihre letzte theoretische Chance auf das Erreichen der Finalrunde der besten Sechs in Mailand verspielt (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Furioser Start nach vielen Niederlagen

Es war bereits die zweite Niederlage in der Zwischenrunde und die insgesamt fünfte bei diesem Turnier.

Deutschland war mit nur zwei Punkten in die Zwischenrunde eingezogen und hatte dort zum Auftakt am Mittwoch eine 0:3-Niederlage gegen China kassiert.

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Auch die Pleiten aus der Vorrunde gegen Gastgeber Italien (1:3), die Dominikanische Republik (2:3) und Kroatien (2:3) gehen in die Wertung ein (

) .

Gegen Japan starteten die Vize-Europameisterinnen zunächst furios und spielten von Beginn an ihre Größenvorteile aus.

Fehler und Ungenauigkeiten kosten Sieg

Insbesondere Maren Brinker und Christiane Fürst überzeugten im Angriff und fanden immer wieder Lücken im Defensivverbund des dreimaligen Weltmeisters aus Japan.

Nachdem sich die DVV-Auswahl zwischenzeitlich auf 21:14 abgesetzt hatte, verwandelte Brinker schließlich die zweite Möglichkeit zum Satzgewinn.

Im weiteren Spielverlauf schlichen sich aber wieder einmal Fehler und Ungenauigkeiten im deutschen Spiel ein.

So verlor die DVV-Auswahl mehr und mehr die Kontrolle über die Partie und kam kaum noch zu freien Punkten gegen die flinken Japanerinnen.

Erwartungen nicht gerecht geworden

Auch die taktischen Änderungen Guidettis, der immer wieder versuchte, seine Spielerinnen mit lautstarken Ansagen zu motivieren, brachten nicht den erwünschten Effekt. Im Gegenteil: Japan sicherte die nächsten beiden Sätze und hatte auch im entscheidenden Durchgang das bessere Ende für sich.

Nach dem hervorragenden Saisonstart und der starken WM der Männer waren die deutschen Frauen erstmals mit einem klar formulierten Medaillenziel in die WM gegangen, ihren eigenen hohen Erwartungen im Turnierverlauf aber letztlich zu selten gerecht geworden (Bericht: Nun geht's auch um Olympia).

Die abschließenden Partien gegen Belgien (Samstag/17.00 Uhr) und Aserbaidschan (Sonntag/17.00 Uhr/beide Sport1) haben bei der WM zwar nur noch statistischen Wert, bringen aber wichtige Weltranglistenpunkte und sind daher im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro enorm wichtig.

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