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Beim Spiel der iranischen Volleyball-Herren gegen Italien wurde eine Iranerin verhaftet

Für den Besuch eines Weltliga-Spiels der iranischen Volleyballer in Teheran ist ein weiblicher Fan zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt worden.

Das gab der Anwalt der Frau bekannt. Im Iran ist es Frauen seit 2012 verboten, Volleyballspiele zu besuchen.

Ghoncheh Ghavami war beim Spiel zwischen dem Iran und Italien am 20. Juni verhaftet worden und hatte bis zum 14. Oktober 120 Tage hinter Gitter auf eine Anhörung gewartet.

In der Zwischenzeit hatten sich zahlreiche Organisationen wie der Weltverband FIVB oder auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) für eine Freilassung der 25 Jahre alten Jurastudentin eingesetzt - bislang ohne Erfolg.

Auf dem FIVB-Kongress am Sonntag forderte Präsident Ary Graca erneut die Entlassung von Ghavami. Allerdings wurde dem Iran vom Kontinentalverband AVC erst gerade die Austragung der Asiatischen Meisterschaft 2015 zugesprochen.

Zudem hatte Graca selbst den iranischen Verband nach der WM in Polen in einem Interview aufgefordert, sich um die Austragung der Welt-Titelkämpfe 2018 zu bewerben.

Von iranischer Seite wurde stets bestritten, dass Ghavami nur wegen des Besuchs des Volleyballspiels verhaftet worden sei.

Sie habe "Propaganda gegen das Regime" verteilt, lautet die offizielle Darstellung.

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