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In der Max-Schmeling-Halle von Berlin kämpfen vier Teams um die Krone Europas. Auch der Deutsche Meister BR Volleys darf hoffen. SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer im Jahr 2015 einen großen Titel gewinnen will, kommt an Berlin fast nicht vorbei.

Während Fußball-Deutschland allerdings noch eine Weile auf die Finals in DFB-Pokal und Champions League warten muss, kommen die Volleyball-Fans bereits am Wochenende voll auf ihre Kosten.

Mit dem CEV Champions League Final Four steigt in der Berliner Max-Schmeling-Halle der erste große Höhepunkt des Jahres 2015.

Die drei stärksten Mannschaften Europas - gespickt mit zahlreichen Weltstars - werden im "Volleyballtempel" mit dem deutschen Vertreter Berlin Recycling Volleys um die europäische Krone kämpfen.

Vorab beantwortet SPORT1 die wichtigsten Fragen:

Welche Teams sind dabei?

Berlin Recycling Volleys:
Die Hauptstädter, die als Ausrichter nach der überstandenen Gruppenphase für das Final Four gesetzt waren, gelten als Außenseiter im Feld, setzen aber voll auf den Heimvorteil. "Wir haben immer wieder gezeigt, dass wir mit unseren fantastischen Fans im Rücken auch gegen große Gegner mitspielen können. Wenn sich die Mannschaft in einen Rausch spielt, dann wird der Druck auf den Gegner groß sein", erklärt Manager Kaweh Niroomand.

Zenit Kazan:
Die Berliner bekommen es gleich im ersten Halbfinale mit dem Topfavoriten Zenit Kazan zu tun. Der Dauergast des Final Four ist bereits zum vierten Mal in Folge dabei und sicherte sich 2008 und 2012 den Titel. In der aktuellen Saison mussten die Russen in zehn Spielen erst eine Niederlage einstecken und greifen nach dem historischen Triple.

Asseco Resovia Rzeszow:
Den zweiten Finalteilnehmer spielen die beiden polnischen Vertreter Asseco Resovia Rzeszow und PGE Skra Belchatow aus. Rzeszow ist zum ersten Mal im Final Four, hat mit Berlin aber bereits gute Erfahrungen gemacht. In der Gruppenphase gewann das Team um den Deutschen Jochen Schöps mit 3:2 gegen die BR Volleys und sicherte sich den Gruppensieg. Im Anschluss räumten sie unter anderem den VfB Friedrichshafen aus dem Weg.

PGE Skra Belchatow:
Mit Belchatow komplettiert ein echter Hochkaräter das Starterfeld. Die Polen zählen zu den erfolgreichsten Vereine der jüngeren Champions-League-Geschichte und scheiterten 2012 vor heimischer Kulisse erst im Endspiel an Kazan. Wie die Russen, verließ auch Belchatow in dieser Saison das Parkett erst einmal als Verlierer.

Wer sind die großen Stars?

Mit Kawika und Erik Shoji kommen die prominentesten Spieler der Berliner aus Hawaii. Beide laufen mittlerweile für die Nationalmannschaft der USA auf. Dort sind sie Teamkollegen von Volleys-Kapitän Scott Touzinsky, der 2008 Olympiasieger wurde.

Der Kader von Kazan ist gespickt mit Superstars wie Maxim Mikhailov und Kapitän Nikolay Apalikov, die 2012 in London Olympiasieger wurden.  Dazu kommt der erst 21-jährige Kubaner Wilfredo Leon Venero, der mit bisher 145 erzielten Punkten auf Platz vier des Scorer-Ranking liegt.

Jochen Schöps im Trikot der Volleyball-Nationalamannschaft Deutschlands
Jochen Schöps spielt seit 2002 in der deutschen Nationalmannschaft © Getty Images

Beim Debütanten Rzeszow stehen mit den Polen Piotr Nowakowski, Dawid Konarski, Fabian Drzyzga, Lukasz Perlowski und Krzysztof Ignaczak gleich fünf amtierende Weltmeister im Team. Dazu gesellt sich mit Jochen Schöps der Kapitän des deutschen Nationalteams.

Auch der Rivale aus Belchatow schmückt sich mit heimischen Weltmeister-Ehren. Superstar Mariusz Wlazly, Michal Winiarski, Karol Klos und Andrzej Wrona stemmten im September gemeinsam die Trophäe. Dazu trägt mit Libero Ferdinand Tille auch ein Deutscher das Trikot des polnischen Meisters. 

Welche deutschen Spieler sind dabei?

Neben Schöps und Tille, die in ihren Vereinen zu den absoluten Leistungsträgern gehören, darf bei den Berlinern auch der zweite Zuspieler Sebastian Kühner auf einen Einsatz hoffen.

Der gebürtige Berliner zählt mit einer Körpergröße von 2,03 Metern zu den größten Zuspielern überhaupt und hat als Linkshänder die Möglichkeit besonders gefährliche Bälle aus der Zuspielposition zu schlagen.

Das Gesicht und und der Erfolgsgarant der Berlin Volleys ist allerdings Robert Kromm. Nach sieben Jahre als Profi in Italien und Russland kehrte er nach Berlin zurück um sich "in der Champions League mit den besten Mannschaften der Welt messen zu können." Diese Möglichkeit bietet sich dem Außenangreifer und Olympia-Teilnehmer nun am Wochenende.

Wie kann ich das Final Four auf SPORT1 verfolgen?

SPORT1 wird das Halbfinalspiel zwischen den BR Volleys und dem russischen Spitzenclub Zenit Kazan am Samstag live im Free-TV zeigen.

Sollte das Finale am Sonntag mit Berliner Beteiligung stattfinden, wird auch dieses frei empfangbar auf SPORT1 zu sehen sein. Alle anderen Partien des CEV Champions League Final Four werden von SPORT1+ übertragen.

Der Final-Four-Spielplan der CEV Champions League

Samstag, ab 16.45 Uhr, 1. Halbfinale: BR Volleys - Zenit Kasan
(LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)
Samstag, ab 19.55 Uhr, 2. Halbfinale: Asseco R. Rzeszow - PGE Belchatow
(LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)
Sonntag, ab 12.55 Uhr, Spiel um Platz 3: Verlierer 1. HF - Verlierer 2. HF
(LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)
Sonntag, ab 15.30 Uhr, Finale: Sieger 1. HF - Sieger 2. HF
(LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM)

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