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Luciano Pedulla  - deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen
Luciano Pedualla gibt seinen Posten als Bundestrainer auf © Imago

Die Schmetterlinge brauchen einen neuen Trainer: Bundestrainer Luciano Pedulla verlässt die Volleyball-Nationalmannschaft schon nach wenigen Monaten wieder.

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und Frauen-Bundestrainer Luciano Pedulla gehen ab sofort getrennte Wege.

Dies teilte der DVV am Freitag mit, der Nachfolger des 58 Jahre alten Italieners soll "in Kürze" vorgestellt werden.

"Mit dieser Entscheidung wollen wir einen Impuls setzen, der unser Team für die Olympia-Qualifikation in Ankara nach vorne und nach Rio de Janeiro 2016 bringt", sagte Sportdirektor Ralf Iwan.

Nachfolger von Guidetti

Pedulla hatte das deutsche Team erst im Mai als Nachfolger seines Landsmanns Guidetti übernommen.

In 29 Spielen holte er zwölf Siege und kassierte 17 Niederlagen - bei der EM in Belgien und den Niederlanden reichte es nur zu Platz fünf.

Damit erreichte das Team immerhin das Minimalziel und die Qualifikation für die EM-Endrunde 2017 - dem Verband war es aber zu wenig.

"Selten überzeugen können"

"Die DVV-Frauen haben in diesem Jahr nur selten überzeugen können", und gerade gegen die besten Teams habe "es ausschließlich Niederlagen" gegeben, teilte der Verband mit.

Wer Pedulla beerbt, ist offen. Klar ist aber, dass sich der DVV mit Blick auf den engen Zeitplan keinen weiteren personellen Ausrutscher erlauben darf. Als Pedulla im Februar engagiert wurde, hatte er die Olympia-Qualifikation als sein "großes Ziel" bezeichnet.

Dafür hatte der Italiener in den vergangenen Monaten einen personellen Umbruch eingeleitet und vielen jungen Spielerinnen Chancen gegeben. Nachdem es unter Ex-Bundestrainer Giovanni Guidetti oftmals innerhalb des Team gekriselt hatte, sorgte Pedulla für einen Umschwung - wenn auch mit mäßigem Erfolg.

Im Viertelfinale Schluss

Bei seinem ersten offiziellen Turnierauftritt bei den Europaspielen in Baku im Juni war Pedulla mit seinem Team im Viertelfinale gescheitert. Auch bei der EM war in der Runde der letzten Acht Endstation.

In Ankara (4. bis 9. Januar 2016) kämpfen die DVV-Damen um ein Ticket für die Olympischen Spiele.

Nur der Sieger qualifiziert sich direkt. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten bei einem Achter-Turnier in Japan (14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance.

In Ankara treffen die DVV-Frauen in der Vorrunde auf Kroatien, die Niederlande (mit Guidetti) und die Türkei, in der anderen Gruppe stehen sich Europameister Russland, Italien, Belgien und Polen gegenüber.

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