Video

Die deutschen Volleyballer schlagen auch Weltmeister Polen und ziehen als Gruppenerster ins Halbfinale der Olympia-Quali ein. Den furiosen Franzosen geht man vorerst aus dem Weg.

Deutschlands Volleyballer haben sich auch von Weltmeister Polen nicht aufhalten lassen und gehen trotz kräftesparender Rotation ungeschlagen in die entscheidende Phase ihrer "Mission Rio".

Das deutsche Team feierte mit dem knappen 3:2 (21:25, 25:17, 25:22, 20:25, 15:10)-Erfolg den dritten Sieg im dritten Spiel und trifft im Halbfinale des Qualifikationsturniers am Samstag (16.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) in Berlin auf Olympiasieger Russland.

Bundestrainer Vital Heynen schonte über weite Strecken sogar einige seiner Leistungsträger.

Deutschland geht Frankreich aus dem Weg

Damit gingen die Deutschen auf dem Weg zum erhofften Olympiaticket erst einmal dem vermeintlich stärkeren Gegner Frankreich aus dem Weg.

Der wie die Deutschen in der Vorrunde ungeschlagene Europameister kämpft gegen Polen um den Einzug ins Endspiel.

"Es ist heute gut gelaufen", sagte Heynen: "Jeder bevorzugt Russland, Russland ist aber immer der Favorit." Im Gespräch mit SPORT1 war sich der Bundestrainer aber sicher: "Wir schaffen das!"

Gegen Polen "wollten wir es unbedingt", ergänzte Zuspieler Patrick Steuerwald bei SPORT1, "deshalb haben wir es am Schluss auch gemacht. Am Samstag zählt es, bis dahin gilt essen, schlafen, ausruhen."

Eine Hand am Olympia-Ticket

Mit einem Erfolg gegen Russland am Samstag hätte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) schon das Ticket für ein weiteres Qualifikationsturnier im Mai/Juni in Japan sicher.

Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers in der deutschen Hauptstadt qualifiziert sich direkt für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die zweit- und drittplatzierten Teams dürfen in Japan starten.

Das Spiel um Platz drei und das Finale stehen am Sonntag (16.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) auf dem Programm.

Heynen rotiert erst nach und nach

Im Vorfeld der Begegnung hatte Bundestrainer Heynen offen gelassen, ob er aufgrund des Mammutprogramms von fünf Spielen in sechs Tagen einige Stammkräfte für die entscheidenden Partien schonen werde. Er tat es - allerdings erst im Verlauf des Spiels.

Vor 7500 Zuschauern vertraute er zunächst fast komplett auf seine bewährten sechs Starter um Diagonal-Angreifer Georg Grozer.

Schon vor dem Anpfiff verwandelten mehrere Tausend Gästefans die Begegnung in ein Auswärtsspiel für die Deutschen. Fast die komplette Max-Schmeling-Halle wurde von den polnischen Nationalfarben Rot und Weiß dominiert, jeder Punktgewinn der Gäste lautstark bejubelt.

Und dazu gab es zu Beginn genug Grund. Mitte des ersten Satzes fand der Weltmeister zuerst zu seinem Spiel und setzte sich ab.

Zwar versuchte Heynen mit mehreren Auszeiten den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen - nach dem Punkt zum 25:21 bejubelten die polnischen Fans dann aber den ersten Satzgewinn.

Grozer hämmert Deutschland zurück

Anschließend durften die deutschen Anhänger erst einmal feiern. Die DVV-Auswahl agierte deutlich zwingender - vor allem, weil Grozer Punkt um Punkt erzielte.

Beim Stand von 14:10 nahm Heynen den schlaggewaltigen Angreifer vom Feld. Nach weiteren Wechseln auf beiden Seiten hieß es letztendlich 25:17. Satzausgleich.

Neben Grozer bekam nun auch Zuspieler Lukas Kampa eine Pause - die Deutschen hielten trotzdem weiter nicht nur mit, sondern punkteten fleißig.

Deutschland behält im Krimi die Nerven

Nach 33 Minuten entschieden sie Durchgang drei für sich. Nach einem klaren 20:25 in Satz vier musste die Entscheidung letztendlich im Tiebreak fallen.

Dort erwischte die DVV-Auswahl den besseren Start, führte 4:2, 8:5 und 12:6 - vor allem dank guter Blockarbeit und einiger Fehler der Polen.

Nach dem entscheidenden Punkt zum 15:10 hatten die Deutschen ihren dritten Sieg perfekt gemacht.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel