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Berlin - Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen scheitert im Halbfinale des Qualiturniers in Berlin am Olympiasieger. Für Rio besteht noch ein Funke Hoffnung.

Finale verpasst - jetzt wird's eng mit Olympia: Die deutschen Volleyballer haben beim Qualifikationsturnier in Berlin ihre erste Niederlage kassiert.

Das Team von Vital Heynen unterlag im Halbfinale Olympiasieger Russland mit 1:3 (33:31, 22:25, 19:25, 24:26) und muss das Spiel um Platz drei am Sonntag (ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM auf SPORT1.de) unbedingt gewinnen, um den Traum von Olympia am Leben zu halten.

"Wir haben kein Super-Spiel abgeliefert, Russland war besser", sagte Heynen nach dem Spiel zu SPORT1: "Wir waren nicht so gut wie vorher."

"Ich habe einfach einen schlechten Tag gehabt. Es lief nicht so gut wie in den ersten Spielen", sagte Georg Grozer. Mit seinen Angriffen konnte der deutsche Star-Spieler nur selten den russischen Block überwinden. "Ich habe einfach nicht meinen Rhythmus gefunden. So Tage gibt es im Volleyball", sagte der 31-Jährige.

Ausgerechnet im vorentscheidenden Spiel um das Rio-Ticket fand der Diagonalangreifer von Daejeon Samsung Blue (Südkorea) kein Mittel. "Ja, es mag sein, dass er schon bessere Spiele hatte", sagte Außenangreifer Christian Fromm: "Aber daran lag es nicht. Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden."

Ohrenbetäubendes Spektakel

Hatte Bundestrainer Heynen am Vortag beim starken 3:2 über Polen noch einige Leistungsträger geschont, schickte er gegen die körperlichen starken Russen zunächst wieder seine Top-Sechs um Diagonalangreifer Georg Grozer und Zuspieler Lukas Kampa aufs Feld. 

Deutschland erwischte einen guten Start und ging im ersten Satz mit 7:4 und 11:6 in Führung. In der hochdramatisches Schlussphase nutzte Deutschland den siebten Satzball und hatte nach 49 Minuten das glücklichere Ende für sich.

Vor 6900 Zuschauern und bei phasenweise ohrenbetäubendem Lärm in der Max-Schmeling-Halle ließ die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) im zweiten Satz zunächst nicht nach und ging nach zum Teil spektakulären Rettungsaktionen und einer starken Blockarbeit mit 18:15 in Front.

Doch in der Schlussphase fehlten Grozer und Co. die Genauigkeit in den Schlägen, sodass die Russen mit 25:22 ausglichen.

"Nicht ins Spiel gekommen"

Auch im dritten Satz war der Olympiasieger zunächst druckvoller.

Vor allem der 2,08 m große Mittelblocker Artem Wolwich bereitete der Heynen-Mannschaft mit seinen Angaben immer wieder Probleme. Deutschland wirkte nicht mehr so frisch und hatte früh mit 3:7 das Nachsehen. Mitte des Satzes brachte Heynen erstmals Sebastian Schwarz, der das Spiel der Hausherren zunächst auch etwas beleben konnte.

Doch Grozer kam mit seinen Angriffen nicht mehr so oft durch, Russland ging mit 16:10 und 20:14 auf und davon und holte Satz Nummer drei mit 25:19.

(Hier gibt es den LIVETICKER zum Nachlesen)

In dieser Phase gelang es auch Heynen nicht, das deutsche Spiel mit den richtigen Einwechslungen wieder in die Erfolgsspur zu bringen ."Einige Leute sind heute nicht ins Spiel gekommen", teilte Heynen mit. Die DVV-Mannschaft fand kaum noch Mittel gegen die starken Außenangreifer des Gegners und geriet schließlich im erneut umkämpften vierten Satz in der entscheidenden Phase ins Hintertreffen.

Selbst die lautstarken Anfeuerungsrufe der vielen deutschen Fans konnten die Wende zu Gunsten des deutschen Teams nicht mehr erzwingen - Russland war an diesem Tag zu stark.

Über Frankreich oder Polen nach Japan

Im kleinen Finale (ab 13.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM auf SPORT1.de) treffen die Gastgeber auf den Verlierer des zweiten Halbfinales Polen. Der Weltmeister unterlag Europameister Frankreich deutlich mit 0:3 (27:29, 30:32, 20:25).

Der Turniersieger ist direkt für Rio qualifiziert, die zweit- und drittplatzierte Mannschaft nimmt an einem weiteren Qualifikationsturnier im Mai/Juni in Japan teil.

"Wir haben eh niemals gedacht, dass wir im Finale spielen. Das war nie orgesehen bei dieser Besetzung. Wir sind froh, um Platz 3 zu spielen, das haben wir uns vorher gewünscht", verriert Heynen: "Ich hoffe, dass wir einen großen Push von den Leuten bekommen, damit wir mit allerletzter Kraft ein Ticket holen."

Er fügte an: "Das wird unser großer Tag."

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