vergrößernverkleinern
Deutsche Volleyball-Nationalmannschaft mit Trainer Andrea Giani
Die deutsche Nationalmannschaft hat den WM-Schock offenbar gut verdaut © CEV

Die deutschen Volleyballer feiern nach dem WM-Aus einen unerwarteten Sieg gegen Weißrussland. Doch auch dieser Erfolg dürfte nur ein schwacher Trost sein.

Die deutschen Volleyballer haben nach der verpassten Qualifikation für die WM 2018 einen Achtungserfolg erzielt.

Das Team von Bundestrainer Andrea Giani besiegte Weißrussland im letzten, bedeutungslosen Spiel des WM-Qualifikationsturniers im belgischen Kortrijk mit 3:0 (29:27, 25:20, 25:22). Der WM-Dritte hatte die Teilnahme an den Titelkämpfen in Bulgarien und Italien durch die Niederlage am Samstag gegen Gastgeber Belgien verfehlt.

Deutschland hätte das Sechserturnier als Sieger abschließend müssen, dies war schon vor dem Duell mit den Weißrussen nicht mehr möglich gewesen.

Zum ersten Mal seit 2002 nimmt damit kein deutsches Herren-Team an den Welttitelkämpfen teil. Bei der letzten Weltmeisterschaft im Jahr 2014 hatte die Mannschaft unter Trainer Vital Heynen, nun Coach seines Heimatlandes Belgien, mit Bronze zum ersten Mal seit 1970 eine WM-Medaille geholt.

Nach einem 3:1 über Estland holte sich Heynen am Sonntag mit Belgien den Turniersieg und löste das WM-Ticket.

Die deutsche Mannschaft war mit einer 1:3-Niederlage gegen Spanien ins Turnier gestartet, fing sich anschließend und kam gegen die Slowakei und Estland zu Erfolgen. Trotzdem reichte es nicht.

Für den neuen Bundestrainer Giani, der seit Februar im Amt ist, bedeutet das WM-Aus einen herben Rückschlag. Zum Start hatte er klare Ziele formuliert: "Wir wollen zur WM, den Titel in der World League Gruppe drei und in das EM-Halbfinale."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel