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MTV Stuttgart
Allianz MTV Stuttgart will sich den Pokal im Duell mit Dresden sichern © Getty Images

Die Endspiele des DVV-Pokals versprechen Hochspannung: Im Finale der Frauen kommt es zu einem  Duell auf Augenhöhe, bei den Männer greift ein Underdog nach dem ganz großen Coup.

Den Auftakt machen die Damen: Der Meister Dresdner SC trifft auf Allianz MTV Stuttgart, den Titelverteidiger im Pokal (14 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Bei den Männern will Außenseiter TV Ingersoll Bühl den klaren Favoriten Berlin Recycling Volley ärgern - und damit für ein Novum sorgen (16.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Schließlich ist es nicht nur eine neue Halle, eine neue Trophäe und ein neues Team: Wenn Bühl die Recycling Volleys bezwingen würde, käme noch eine vierte Premiere dazu.

Denn das Event findet erstmals in Mannheim statt, nach neun Jahren im westfälischen Halle entschloss man sich nicht nur zu einem Neuanfang in der SAP-Arena, auch die Pokale und das Drumherum wurden einer Verjüngungskur unterzogen.

Fan-Rekord bei Premiere in Mannheim?

Die Zuschauerresonanz ist schon vor dem Spiel gigantisch, 11.000 Ticktes wurden bereits verkauft. Nie wohnten einem Volleyball-Spiel auf deutschem Boden mehr als 11.100 Fans bei, die Veranstalter rechnen mit einer neuen Bestmarke.

Die Dresdnerinnen dürfen sich im Finale auf kräftige Unterstützung freuen, aus Sachsen ist ein Sonderzug angekündigt. Im Match gegen die Stuttgarterinnen wird es für den SC darauf ankommen, wie das Team den Reisestress wegsteckt. Noch am Mittwoch mussten die Dresdnerinnen in Moskau antreten, mit einer Niederlage verabschiedeten sie sich dabei aus der Champions League.

Zuletzt holte Dresden vor sechs Jahren den Pokal, in der Liga verlor der Klub in Stuttgart allerdings klar mit 0:3. "Diese Niederlage bringt zusätzliche Motivation", kündigte die deutsche Nationalspielerin Lisa Izquierdo bereits an.

Berlin will Pokalfluch trotzen

Bei den Männern steht Bühl erstmals im Endspiel, Berlin will endlich seinen Pokalfluch bezwingen.

Für die Berliner ist das Motto der Veranstaltung daher Programm. "Neuer Ort und neues Glück. 16 Jahre Warten sind genug", sagt Teammanager Matthias Klee.

Nach dem Triumph im Jahr 2000 schafften es die Berliner zwar dreimal ins Finale, scheiterten aber immer an Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen.

Nun scheint der Weg frei für einen weiteren Sieg, denn der Angstgegner schied gegen die United Volleys RheinMain im Viertelfinale aus.

Dennoch wird die Begegnung gegen Bühl kein Selbstläufer. Die junge Mannschaft von Trainer Ruben Wolochin brachte den Berlinern in der Bundesliga die erste von insgesamt nur zwei Saisonniederlagen bei. "Das zeigt die Qualität, die dieses relativ junge Team hat. Natürlich üben sie so auch gewaltigen Druck auf uns aus", sagt Berlins Diagonalangreifer Paul Carroll.

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