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München - Vor dem Auftakt der Frauen-EM am Freitag (18.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spricht Bundestrainer Felix Koslowski im Exklusiv-Interview über die Ziele seines Teams.

Am Freitag beginnt in Aserbaidschan und Georgien die Volleyball-Europameisterschaft der Damen. Die deutsche Mannschaft startet gegen Polen ins Turnier (18.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und hat zumindest Außenseiterchancen auf eine Medaille.

SPORT1 hat vor den Titelkämpfen mit Bundestrainer Felix Koslowski über den Kader, die Stärken des Teams, die Herausforderungen und die Chancen gesprochen.

Felix Koslowski über:

- die Kaderzusammenstellung

"In erster Linie haben wir nach Leistung nominiert. Natürlich schauen wir aber auch darauf, wer in das Gefüge passt. Es geht aber auch um taktische Entscheidungen, je nachdem wo wir einzelne Spielerinnen in bestimmten Rollen sehen."

- die erste Sechs

"Natürlich hat man eine erste Mannschaft im Kopf. Wir haben aber gewisse Spielerinnen mit gewissen Stärken, dementsprechend wird es vielleicht keine "erste Sechs" geben, die durchgängig alles Spiele macht. Da wird es eventuell taktische Anpassungen geben. Die Aufstellung für das Auftaktspiel steht aber."

- die Stärken des Teams

"Unsere Stärken sind ein sehr guter Teamgeist, mannschaftliche Geschlossenheit, außerdem ergänzen wir uns gegenseitig in den einzelnen Rollen. Das muss uns stark machen. Wir werden gegen Mannschaften antreten, die fast alle viel mehr Erfahrung haben als wir. Die haben Spielerinnen, die in den europäischen Ligen richtige Weltstars sind. Diese Stars haben wir noch nicht, aber wir hoffen, dass wir im Kollektiv stärker sein werden als die anderen Nationen."

- die Ziele und Erwartungen bei der EM

"Die Männer haben vorgelegt mit ihrer Silbermedaille. Aber ich glaube man kann die beiden Mannschaften nicht vergleichen. Die Männer waren eine erfahrene Mannschaft, sie haben die dritte oder vierte EM zusammen gespielt. Wir haben sieben Spielerinnen, die überhaupt noch keine Europameisterschaft gespielt haben. Daher müssen wir versuchen die Nervosität in den Griff zu bekommen.

Unser erstes Ziel wird sein, dass wir versuchen ins Viertelfinale zu kommen. Das wäre für uns ein sehr großer Erfolg. Wenn wir es dahin geschafft haben sollten, dann hoffen wir natürlich, dass wir dann über unserem Maximum spielen können, um einen der ganz Großen vielleicht schlagen zu können."

- die EM-Favoriten

"Dieses Jahr gibt es keinen ganz klaren Favoriten - jeder kann jeden schlagen. Die Niederlande und die Türkei gehören sicherlich zu den Favoriten, auch Serbien wird seine Qualitäten zeigen. Wir hoffen, dass wir nicht zu früh auf eine dieser Mannschaften treffen."

- die deutsche Gruppe

"Aserbaidschan ist die große Unbekannte. Sie nehmen an relativ wenigen internationalen Veranstaltungen teil  aber wenn sie wo teilnehmen, sind sie immer relativ erfolgreich. Polen im Auftaktspiel wird eine sehr schwere Aufgabe. Das ist eine Mannschaft die sehr eingespielt und erfahren ist. In unserer Gruppe ist es sehr interessant, fast jeder kann jeden schlagen. Auch Ungarn darf man nicht unterschätzen. Es wäre für uns wichtig mit einem positiven Erlebnis in die EM zu starten."

- die Vorteile als junger Trainer

"Ich kann mich in einige Situationen sehr gut hineinversetzen. Meine eigene sportliche Karriere ist noch nicht so weit weg. (Koslowski ist 33 Jahre alt, Anm. d. Red.) Ich glaube, ich bin irgendwie auch noch ein bisschen selbst Spieler und ich verstehe die Abläufe, die im Kopf passieren."

- die Vorbereitung auf die EM

"Wir haben gegen sehr gute Mannschaften getestet und wir haben Lehrgeld bezahlt. Es war nicht immer ganz leicht, aber in Vorbereitung auf das Eröffnungsspiel war es wichtig, dass wir gegen absolute Topteams gespielt haben. Sie haben uns gezeigt, wo das Niveau ist und wo wir hinmüssen. Wir haben an unseren Schwächen gearbeitet. Jetzt müssen wir unsere Nerven im Griff haben und gut ins erste Spiel starten."

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