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Die deutschen Volleyballer erreichen bei der Europameisterschaft in Polen souverän das Viertelfinale. Gegen die Slowakei gibt das Team keinen Satz ab.

Drei Spiele, drei Siege: Die deutschen Volleyballer sind bei der Europameisterschaft in Polen (LIVE im TV auf SPORT1+) souverän ins Viertelfinale eingezogen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani gewann auch das abschließende Vorrundenspiel in Stettin gegen die Slowakei mit 3:0 (25:18, 26:24, 25:23) und qualifizierte sich damit als Sieger der Gruppe B direkt für die Runde der letzten Acht. Die Slowaken sind hingegen ausgeschieden (SERVICE: Die Tabelle).

"Wir haben heute mit einer anderen ersten Sechs gespielt, daher bin ich sehr zufrieden. Wir wollen unser Level immer weiter verbessern und das war heute wieder ein wichtiger Schritt", sagte Giani.

Im Viertelfinale am Donnerstag geht es nun entweder gegen den Titelverteidiger Frankreich oder erneut gegen Tschechien. Die Zwischenrunde wird am Mittwoch ausgespielt.

Hirsch für Grozer in erster Sechs

Giani hatte seine Startformation gegenüber den ersten beiden Partien auf zwei Positionen verändert. Für Star-Angreifer Georg Grozer rückte EM-Debütant Simon Hirsch in die erste Sechs, Routinier Marcus Böhme begann anstelle des bislang herausragenden Youngsters Tobias Krick (SERVICE: Ergebnisse/Spielplan).

Trotzdem hatte die DVV-Auswahl mit dem Weltranglisten-27. zunächst keine Probleme und brachte den ersten Satz in der Azoty Arena locker nach Hause. Im zweiten Durchgang wackelten Lukas Kampa und Co. ein wenig, behielten aber die Nerven und holten sich das vorentscheidende 2:0. Auch im dritten Durchgang machte es der Favorit aufgrund kleinerer Ungenauigkeiten unnötig spannend, behielt aber am Ende die Oberhand.

Nach drei Spielen binnen 96 Stunden verdiente sich der WM-Dritte mit dem Gruppensieg einen zusätzlichen freien Tag, der im weiteren Turnierverlauf noch sehr wichtig werden könnte. Giani und sein Team haben bei dem Turnier die Gelegenheit, die Enttäuschungen in der WM-Qualifikation und in der World League hinter sich zu lassen. Die direkte Qualifikation für das Viertelfinale mit dem Überraschungserfolg gegen den Mitfavoriten Italien zum Auftakt (3:2) ist dabei ein wichtiger Schritt. 

2015 war Deutschland noch unter Gianis Vorgänger Vital Heynen in der Runde der letzten Acht gescheitert, unter dem neuen Trainer und mit einem anderen Spielstil könnte es dieses Mal in Polen durchaus weitergehen. Die Halbfinals sowie die Spiele um die Medaillen finden am Wochenende in Krakau statt.

Bislang ist es noch keiner deutschen Männer-Mannschaft gelungen, bei einer Europameisterschaft eine Medaille zu gewinnen. Gianis neu formiertes Team scheint nach den jüngsten Erfolgen mit einer weiteren Leistungssteigerung durchaus in der Lage zu sein, diese Durststrecke zu beenden.

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