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Volleyball-Experte Dirk Berscheidt attestiert Bundestrainer Pedulla ein Luxusproblem © Imago / SPORT1-Grafik: Florian Pertsch

SPORT1-Experte Dirk Berscheidt zieht nach der EM-Vorrunde ein positives Fazit. Die Schwächen sind ausgemerzt, der nächste Gegner sollte keine Hürde sein.

Hallo Volleyball-Freunde,

der Auftakt in die Volleyball-Europameisterschaft ist geschafft, die Gruppenphase überstanden, in nackten Zahlen steht da: Zwei Siege, eine Niederlage, Platz 2 in der Gruppe D.

Ein leichter Start war es nicht für für die Schmetterlinge rund um Kapitän Margareta Kozuch. Im Auftaktspiel war Serbien, wie erwartet, zu stark für die deutsche Auswahl. Beunruhigend an dieser Niederlage war das Wie: Die deutsche Annahme war sehr wackelig, es kam zu selten zu einem geordneten Spielaufbau und diese Unruhe zog sich anschließend durch das ganze Spiel.

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In der zweiten Partie gegen Aussenseiter Rumänien war die Annahmeschwäche immer noch zu sehen, Rumänien war aber zu schwach, um die Schmetterlinge zu gefährden. So gab's dann trotz Satzverlust einen klaren 3:1-Erfolg.

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Und dieser Sieg muss dann einen Schalter umgelegt haben, denn nur einen Tag später gegen Tschechien stand da eine andere, gefestigte Mannschaft auf dem Feld. Tschechien wurde klar beherrscht und mit 3:0 abgefertigt - und das mit der besten Turnierleistung bisher bei dieser Europameisterschaft. Dabei waren es exakt die gleichen Spielerinnen, wie bei den beiden Partien zuvor.

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Bundestrainer Luciano Pedulla vertraute bisher in den den drei Spielen immer der gleichen Startformation, immer den gleichen sieben Spielerinnen. Er baut offensichtlich darauf, dass da Automatismen entstehen, die dann Selbstbewusstsein ergeben.

Eine Spielerin ragt bisher in ihrer Paradedisziplin heraus: Libera Lisa Thomsen, die bisher eine ganz starke Leistung zeigt und teils spektakuläre Abwehraktionen hat.

Auf der Liberoposition hat Pedulla sowieso ein Luxusproblem. Mit Lenka Dürr steht da noch eine Weltklassespielern zur Verfügung - eine Auswahl, von der jeder Trainer träumt.

Nun geht es also mit neuem Selbstbewusstsein in die Zwischenrunde.

Der Gegner am Mittwoch, ab 17:30 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1, im TV auf SPORT1+ und ab 17.55 Uhr im Free-TV auf SPORT1, wird Ungarn sein. 

Die Schmetterlinge gehen als Favorit in die Partie, sind in der Weltrangliste 30 Plätze besser notiert als Ungarn.

Wenn die deutschen Volleyballerinnen ihre Leistung vom Tschechen-Spiel wiederholen können, sollte Ungarn ein schlagbarer Gegner auf dem Weg ins Viertelfinale dieser Europameisterschaft sein.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Dirk

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