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Die deutschen Volleyball-Frauen kassieren im ersten Spiel der EM eine deutliche Niederlage. Serbien ist nahezu in allen Belangen überlegen. Pedulla lobt den Gegner.

Die deutschen Volleyballerinnen haben den EM-Auftakt gegen Serbien klar verloren, sich dabei aber ordentlich verkauft. In Eindhoven unterlag der Vize-Europameister dem Mitfavoriten zwar mit 0:3 (18:25, 22:25, 19:25), konnte jedoch phasenweise durchaus mithalten.

"Wir haben in zwei Sätzen gezeigt, dass wir mithalten konnten. Aber Serbien war einfach zu konstant", sagte Spielführerin Margareta Kozuch: "Jetzt wollen wir die gute Stimmung mitnehmen und einen Sieg nach Hause holen."

Nun gilt es, die nächsten beiden Vorrundenspiele in Gruppe D gegen Rumänien am Sonntag (15.00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) und gegen Tschechien am Montag (17.00 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) erfolgreich zu gestalten, um als Zweiter die Playoffs um die Viertelfinalteilnahme zu erreichen.

Dann würde der Dritte der Gruppe B als Gegner warten. Nur die vier Gruppenersten ziehen direkt in die Runde der letzten Acht ein.

Von Beginn an unter Zugzwang

Gegen den Weltranglisten-Achten lief die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedulla im ersten Satz von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwar konnte die Auswahl um Kozuch den Abstand zwischenzeitlich auf einen Punkt verkürzen, doch die wacklige Annahme spielte den in der Weltrangliste einen Rang besser platzierten Serbinnen in die Hände.

"Wir haben nicht so schlecht gespielt. Boskovic und Mihajlovic waren unglaublich, zudem waren sie stark im Aufschlag. Wir haben in der Annahme oftmals den Kopf verloren", analysierte Pedulla.

In Durchgang zwei startete die deutsche Mannschaft eine Aufholjagd und ging beim Stand von 12:11 erstmals in der Partie in Führung. Doch die bereits für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizierten Gegnerinnen hielten dagegen und drehten den Satz zur 2:0-Vorentscheidung.

Deutschland agierte nun mit mehr Selbstvertrauen und zeigte einige gute Aktionen, für einen Satzgewinn reichte es am Ende jedoch nicht.

Aufwärtstrend klar erkennbar

Die Stimmung im Team ist nach der Auftaktpleite aber alles andere als schlecht, sagt Mittelblockerin Anja Brandt zu SPORT1. Die Niederlage gegen Serbien sei "ok".

Coach Pedulla hatte von der Mannschaft nach den enttäuschenden Ergebnissen in der Vorbereitung zwar keinen Sieg, jedoch zumindest eine überzeugende Leistung gefordert.

Besonders im Aufschlag und in der Blockarbeit zeigten seine Schützlinge bereits einen Aufwärtstrend. "Sollten wir nicht gewinnen, ist noch nichts verloren", hatte der Trainer vor dem Auftakt gesagt und Druck von seinem verjüngten Team genommen.

Im ersten Spiel der Gruppe D hatten sich die Tschechinnen 3:0 (25:13, 25:18, 25:15) gegen Außenseiter Rumänien durchgesetzt. Die anderen Gruppen werden in Apeldoorn, Antwerpen und Rotterdam ausgetragen. Für die K.o-Spiele muss die deutsche Mannschaft zunächst ins belgische Antwerpen umziehen, die Finalrunde findet in Rotterdam statt.

Ergebnisse und Tabelle der Gruppe D:

Deutschland - Serbien 0:3 (18:25, 22:25, 19:25)
Tschechien - Rumänien 3:0 (25:13, 25:18, 25:15)

Platz    Team       Spiele       Punkte    Satzverhältnis
1.      Serbien          1               3                3:0
1.    Tschechien       1               3                3:0
3.     Rumänien        1               3                0:3
3.   Deutschland      1              3               0:3

Die weiteren Ergebnisse des 1. Spieltags:

Gruppe A:
Slowenien - Niederlande 0:3
Italien - Polen 3:1

Gruppe B:
Ungarn - Belgien 0:3
Türkei - Aserbaidschan 0:3

Gruppe C:
Bulgarien - Russland 0:3
Kroatien - Weißrussland 0:3

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