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Mit einer überzeugenden Vorstellung sichert sich das Team von Bundestrainer Luciano Pedulla bei der Europameisterschaft eine gute Ausgangsposition für die Zwischenrunde.

Mit der bisher besten Turnierleistung haben sich die deutschen Volleyballerinnen eine gute Ausgangslage für die Zwischenrunde der EM in Belgien und den Niederlanden erarbeitet.

Mit dem 3:0 (25:17, 25:23, 25:17) in Eindhoven gegen Tschechien sicherte sich die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedulla Platz zwei in der Gruppe D, der einen leichteren Gegner für das erste K.o.-Spiel garantiert.

"Wir haben heute richtig gut gespielt, besonders im Aufschlag und in der Abwehr. Zuletzt haben wir es nicht geschafft, die Leistung hochzuhalten. Heute hat das über drei Sätze geklappt", sagte Pedulla.

Am Mittwoch geht es gegen den Dritten der Gruppe B Ungarn um den Einzug ins Viertelfinale (ab 17.30 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1 und auf SPORT1+, ab 17.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). Eine machbare Aufgabe für die Schmetterlinge, die gegen Tschechien einen guten Start hinlegten.

Brinker blickt optimistisch voraus

"Wir müssen unser Spiel machen und uns auf uns konzentrieren. Und wenn wir diese Selbstsicherheit wieder mit aufs Feld bringen, kann nichts passieren", blickte Maren Brinker im Gespräch mit SPORT1 bereits voraus.

Gegen die Tschechinnen gelangen der Außenangreiferin zusammen mit Spielführerin Margareta Kozuch immer wieder wichtige Punkte, besonders die Hinterfeldangriffe funktionierten gut. "Für unser Selbstbewusstsein war so ein Auftritt sehr wichtig. Es war das erste Spiel, in dem von vorne bis hinten alles geklappt hat", sagte Brinker bei SPORT1.

Obwohl die Tschechinnen besser ins Spiel kamen, agierte Deutschland auch in der Folgezeit mutig. Dem deutschen Block gelang es nicht mehr ganz so gut, die Starspielerinnen Helena Havelkova und Aneta Havlickova aus dem Spiel zu nehmen.

Doch erstmals blieb der Leistungseinbruch im zweiten Satz aus, der Weltranglistenneunte behielt die Nerven und sorgte für die Vorentscheidung. Danach ließen sich Kozuch und Co. den klaren Sieg nicht mehr nehmen.

Im Viertelfinale wartet die Türkei

Den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Einzug in die Runde der letzten Acht hatte der Vize-Europameister mit einem 0:3 gegen den Mitfavoriten Serbien gleich zu Beginn verspielt.

Für das Playoff-Spiel und ein mögliches Viertelfinale gegen die Türkei, Erster der Gruppe B, reisen die Schmetterlinge ins belgische Antwerpen. Die Finalrunde findet am Wochenende in Rotterdam statt.

In der Auftaktpartie hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) Schwächen in der Annahme offenbart. Auch gegen Außenseiter Rumänien konnte das Team nicht komplett überzeugen und leistete sich einen unnötigen Satzverlust.

EM als Gradmesser

Spätestens im Viertelfinale muss die Mannschaft unter Beweis stellen, dass die Leistung gegen die Tschechinnen kein Ausreißer nach oben war, um im Rennen um die dritte EM-Medaille in Folge zu bleiben.

Sowohl 2011 als auch bei der Heim-EM 2013 hatte sich die DVV-Auswahl Silber gesichert. In diesem Jahr ist die Europameisterschaft auch ein Gradmesser auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Anfang Januar steht die Qualifikation im türkischen Ankara an.

Ergebnisse der Gruppe D:

Deutschland - Tschechien 3:0 (25:17, 25:23, 25:17)
Rumänien - Serbien 0:3 (20:25, 14:25, 15:25)

Platz    Team       Spiele       Punkte    Satzverhältnis
1.      Serbien          3               9                9:0
2.   Deutschland      3               6                6:4
3.    Tschechien       3               3               3:6
4.     Rumänien        3               0                1:9

Die weiteren Ergebnisse des 3. Spieltags:

Gruppe A:
Polen - Slowenien 3:0 (25:18, 25:19, 25:21)
Niederlande - Italien 3:0 (25:15, 25:18, 25:22)

Gruppe B:
Aserbaidschan - Ungarn 1:3 (16:25, 28:26, 22:25, 16:25)
Belgien - Türkei 0:3 (18:25, 17:25, 16:25)

Gruppe C:
Weißrussland - Bulgarien 3:2 (25:21, 25:23, 14:25, 20:25, 15:11)
Russland - Kroatien 0:3 (21:25, 24:26, 24:26)

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