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Nach großem Kampf müssen sich die deutschen Volleyballerinnen im Viertelfinale dramatisch geschlagen geben. Im Tie Break behalten die Türkinnen die Oberhand.

Der Traum von der dritten Medaille in Folge ist geplatzt: Deutschlands Volleyballerinnen sind bei der EM in Belgien und den Niederlanden trotz einer starken Leistung im Viertelfinal-Krimi gegen die Türkei gescheitert. In einer umkämpften und hochklassigen Partie unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Luciano Pedulla mit 2:3 (20:25, 25:21, 25:20, 23:25, 12:15). (Der TICKER zum Nachlesen)

"Wir haben gut gespielt, gut aufgeschlagen und gut verteidigt. Ich finde, dass die Mädels überragend waren", sagte Pedulla, der sein Team trotz der Niederlage auf dem richtigen Weg sieht.

Apitz enttäuscht

"Wir wollten nach Rotterdam fahren, stattdessen fahren wir nach Hause. Wir haben das Ding einfach nicht zugekriegt. Umso enttäuschender ist es, dass wir jetzt hier als Verlierer stehen", sagte Zuspielerin Mareen Apitz.

Bei der Heim-EM 2013 und zwei Jahre zuvor hatte das deutsche Team jeweils Silber geholt. Auch beim Turnier in Belgien und den Niederlanden war die Finalrunde das große Ziel der Deutschen. Am Donnerstag aber erwiesen sich die starken Türkinnen, die die Gruppenphase ohne Satzverlust beendet hatten, letztlich als eine zu hohe Hürde.

"Unser Aufschlag muss noch besser werden, um die Türkei in Bedrängnis zu bringen", hatte Pedulla vor dem Spiel gesagt - das gelang in Antwerpen aber zunächst kaum.

Im Gegenteil: Den besseren Start erwischten die Türkinnen, die mit starken Angaben, meist auf Außenangreiferin Maren Brinker, früh viel Druck aufbauten. Deutschland dagegen war die Anspannung anzumerken, immer wieder leistete sich das Team leichte Fehler oder scheiterte in der Offensive am aufmerksamen türkischen Block.

Geerties trumpft auf

Erst im zweiten Durchgang gestaltete Deutschland das Spiel offener, auch weil das Team endlich zu der von Pedulla geforderte Präzision im Angriffsspiel fand. Insbesondere die eingewechselte Jennifer Geerties sorgte für mehr Dynamik und punktete mehrfach herausragend.

Wie bei den starken letzten Gruppenspielen und in der Zwischenrunde am Mittwoch gegen Ungarn blieb das deutsche Team auf konstant hohem Niveau. Ein Zwischenspurt von acht Punkten in Serie bedeutete die Vorentscheidung im dritten Satz, dann aber kämpfte sich die Türkei zurück ins Match. In den zahlreichen engen Situationen forderte Nationaltrainer Ferhat Akbas immer wieder den Videobeweis - wohl auch, um die deutschen Spielerinnen aus dem Rhythmus zu bringen.  

Auch im Schlussabschnitt waren die Türkinnen letztlich in den entscheidenden Momenten zur Stelle - bereits beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams beim Grand Prix in Stuttgart im Juli hatte die Türkei mit 3:2 die Oberhand behalten.

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