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Die deutschen Curler werden nicht mehr von der Sportförderung unterstützt

Neue Hoffnung für den Deutschen Curling-Verband (DCV): Sportpolitiker der Regierungsfraktionen des Deutschen Bundestages haben den Verband für Dienstag (11.00 Uhr) zu einem Gespräch nach Berlin eingeladen.

Gemeinsam mit Vertretern des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) soll die Lage des aus der Förderung gefallenen Verbandes erörtert werden.

"Es war viel zu lesen und zu hören. Wie wollen uns selbst ein Bild machen und aus erster Hand erfahren, was Sache ist", sagte der sportpolitische Sprecher der CDU Eberhard Gienger.

Mit am Tisch sitzen auch die Sportpolitiker der SPD.

Gienger will sich nicht unbedingt für eine Fortsetzung der Förderung aussprechen.

"Es gibt Gründe dafür und dagegen. Wir wollen alles hören", sagte der frühere Weltklasse-Turner.

"Wir sind sehr froh über diese Einladung aus der Sportpolitik und dass wir die Chance bekommen, unsere Situation darzustellen und auf unsere Existenzbedrohung aufmerksam zu machen", sagte DCV-Präsident Dieter Kolb auf SID-Anfrage.

Der DOSB hatte sich wegen fehlender Mittel zu einem Ausschluss der Curler aus der Spitzensportförderung entschlossen und die Grund- und Projektförderung gestrichen.

Dass ein Spitzensportverband aus der Sportförderung fällt, ist ein Novum in der bundesdeutschen Sportgeschichte.

Zuletzt hatte es ein Krisengespräch zwischen den Curlern und dem DOSB gegeben, das aber laut DCV enttäuschend verlief.

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