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Eberhard Gienger will den Curlern helfen

Der Deutsche Curling-Verband (DCV) darf im Streit um die Streichung seiner Fördergelder wieder auf neue Lösungen hoffen.

"Die Gespräche haben ergeben, dass wir die Curler nicht allein lassen. Der Verband wird nicht abgewickelt", sagte Eberhardt Gienger, sportpolitischer Sprecher der CDU, nach einer Krisensitzung mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Bundesinnenministeriums (BMI).

"Wir wollen den Verband nicht in die Wüste schicken. Aber es muss ein Konzept her, das alle Seiten überzeugt", sagte Gienger.

Dem früheren Weltklasse-Turner ging es vor allem darum, die Gespräche nicht abreißen zu lassen.

"Es wurden noch keine neuen Termine ins Auge gefasst. Aber der Austausch muss fortgesetzt werden."

Zu dem von Sport und Politik erwarteten Konzept gehört auch eine langfristige Strategie. "Vielleicht beschränken sich die Curler bis zu den nächsten Olympischen Winterspielen 2018 auf eine verstärkte Jugendförderung, um dann vier Jahre später wieder mit einer Mannschaft an den Spielen teilzunehmen", sagte Gienger.

Der DOSB hatte sich gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium (BMI) zu einem Ausschluss der Curler aus der Spitzensportförderung entschlossen.

Der Jahresetat der Curler (etwa 450.000 Euro) war zuletzt zu 95 Prozent aus Steuergeldern finanziert worden.

Für ein neues Konzept hatte der DCV sogar eine Mittelerhöhung von 160.000 Euro gefordert.

Für einen größeren Etat hätten aber andere Verbände auf Geld verzichten müssen, daher habe der DOSB nach Darstellung des DCV dem Innenministerium empfohlen, die Curler aus der Förderung zu nehmen.

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