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Maximilian Arndt wurde in Sotschi mit dem Viererbob Sechster

Neun Monate nach dem Debakel von Sotschi will der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) mit umfassenden Veränderungen in der nacholympischen Saison für Wiedergutmachung sorgen.

"Wir haben unsere Lehren daraus gezogen und viele Strukturen geändert", sagte BSD-Präsident Andreas Trautvetter im Rahmen der offiziellen Pressekonferenz zur Saisoneröffnung in Herzogenaurach: "Ich glaube, wir sind gut aufgestellt und werden in allen Disziplinen in die Erfolgsspur zurückkehren. Das ist unser Anspruch."

Die erfolgsverwöhnten deutschen Bob- und Skeletonpiloten waren in Sotschi ohne Medaille geblieben, einzig die Rodler hielten mit vier Olympiasiegen die BSD-Fahne hoch.

"Wir hatten da ein Ergebnis, mit dem wir intern ehrlich gesagt auch nicht gerechnet haben", sagte BSD-Generalsekretär Thomas Schwab: "Wir haben uns sehr kritisch damit auseinandergesetzt, es hat viele Meetings gebraucht, aber unser neues Konzept zeigt schon Wirkung und ist auch sehr gut angelaufen."

Neben Kompetenzteams im Bereich Athletik und der intensivierten Kommunikation mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) zählen auch die internen Normen zur neuen Marschroute des BSD, mit der die bei Olympia so schwachen Startzeiten langfristig verbessert werden sollen.

Etablierte Bob-Piloten wie Ex-Europameister Thomas Florschütz und die frühere Weltmeisterin Cathleen Martini waren daran gescheitert und fehlen damit beim Weltcup-Start (12./13. Dezember) in Lake Placid.

"Das war nicht immer ganz einfach, aber die Linie war von vornherein für unsere Athleten klar", sagte Schwab: "Wir sind froh, dass wir standhaft geblieben sind, ich glaube, dass es wirklich in die richtige Richtung geht."

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