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Andrea Schöpp darf nun doch an der EM teilnehmen

Deutschlands bekannteste und erfolgreichste Curlerin Andrea Schöpp hat ihre Teilnahme an der am Samstag beginnenden Europameisterschaft in Champery/Schweiz gerichtlich eingeklagt.

Dies teilte der Deutsche Curling-Verband (DCV) am Freitagmorgen mit.

Die siebenmalige Europameisterin Schöpp (SC Riessersee) hatte über das Verbandsgericht des DCV Einspruch gegen ihre Nichtnominierung eingelegt, war dort aber gescheitert.

Das Amtsgericht Kempten wies aber nun den DCV unter Androhung eines Zwangsgeldes in Höhe von 250.000 Euro an, das Team der 49-Jährigen zu nominieren.

DCV-Präsident Dieter Kolb sagte zu dem Richterspruch: "Wir haben keine andere Wahl, als dieses Urteil zu akzeptieren, und werden das Team Schöpp nominieren. Mir tut es insbesondere für das Team des CC Füssen leid, das nun aus Champery wieder abreisen muss."

Betroffen ist die Mannschaft um Skip Daniela Driendl (32).

Das Gericht sah den Vertrauensschutz, der durch die Teilnahme am EM-Qualifikationsturnier bestand, als das höhere Gut an im Vergleich zu den Gründen, die den DCV bewogen hatten, von der Nominierung Abstand zu nehmen und stattdessen das zweitplatzierte Team um Daniela Driendl zur EM zu entsenden.

Bei den Männern geht das Team um Skip Alexander Baumann (Schwenningen) für Deutschland an den Start.

Für die deutschen Mannschaften geht es in Champery darum, mindestens Platz acht zu erreichen, um sich damit für die Weltmeisterschaften 2015 zu qualifizieren.

Nur bei der WM werden Punkte für die Olympia-Qualifikation vergeben.

Für den finanziell schwer angeschlagenen DCV, dem nach wie vor die Kürzung sämtlicher Fördergelder durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und damit das Aus für die Sportart droht, wäre ein Scheitern bei der EM eine schlechte Ausgangsbasis für künftige Verhandlungen mit dem DOSB.

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