Neues Jahr, neues Glück für die deutschen Skispringer bei der Vierschanzen-Tournee?

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen soll für den DSV nach dem äußerst ernüchternden Auftakt in Oberstdorf alles besser werden.

Als bester der deutschen Adler belegte Severin Freund einen ernüchternden 13. Platz. Der Rückstand auf Auftaktsieger Stefan Kraft aus Österreich beträgt bereits fast 37 Punkte.

"Wir sehen schon seit Jahren dämlich aus bei der Tournee. Auf die Gesamtwertung muss man da nicht mehr schauen", sagte der 26-Jährige.

Auch Richard Freitag, der mit seinem Sieg in Engelberg wie auch Freund zumindest zum Favoritenkreis auf den Gesamtsieg zählte, enttäuschte mit Rang 15.

"Wir haben einen katastrophalen Wettkampf gemacht. Ich hätte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt, dass unsere beiden Topleute so schlecht skispringen können", konstatierte ein geschockter Bundestrainer Werner Schuster.

In der Qualifikation zum Wettkampf in Garmisch gab es gleich den nächsten Dämpfer zu verdauen: so verpassten sechs der 13 gestarteten DSV-Adler die Top 40 und sind daher beim Neujahrsspringen nicht dabei.

Mit Platz fünf war Richard Freitag nach einem Sprung auf 129,5 Meter Bester des deutschen Lagers.

Neben dem bereits vorqualifizierten Severin Freund (6.) schafften auch Marinus Kraus, Michael Neumayer, Andreas Wank, Stephan Leyhe und Daniel Wenig den Sprung in den Wettkampf.

Eine ganz andere Stimmungslage herrschte nach Oberstdorf im österreichischen Team, das rechtzeitig zur Tournee zu ihrer Topform gefunden hat.

Neben Sieger Kraft sprangen auch Michael Hayböck als Zweiter und Ex-Tournee-Sieger Andreas Kofler (5.) in Oberstdorf ganz vorne mit. Gregor Schlierenzauer, langjährige Speerspitze des ÖSV, und Vorjahres-Tourneesieger Thomas Diethart wurden dagegen mit den Plätzen 17 und 27 ebenso wie die deutschen Springer weit zurückgeworfen.

SPORT1 begleitet das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER auf SPORT1.de und in der SPORT1 App.

Die wichtigsten K.o.-Duelle in der Übersicht:

Richard Freitag - Ronan Lamy Chappuis (Frankreich)

Severin Freund - Jarkko Määttä (Finnland)

Michael Neumayer - Lauri Asikainen (Finnland)

Stephan Leyhe - Matjaz Pungertar (Slowenien)

Daniel Wenig - Jan Matura (Tschechien)

Marinus Kraus - Kento Sakuyama (Japan)

Andreas Wank - Dawid Kubacki (Polen)

Gregor Schlierenzauer (Österreich) - Anders Jacobsen (Norwegen)

Peter Prevc (Slowenien) - Roman Koudelka (Tschechien)

Noriaki Kasai (Japan) - Simon Ammann (Schweiz)

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