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Muss wohl aufgrund einer Entzündung der Wirbelgelenke unter das Messer, Felix Neureuther © Getty Images

München - Auch nach vier Wochen strikter Schonung macht der Rücken dem deutschen Ski-Star Felix Neureuther noch Probleme. Eine finale Untersuchung soll nun Klarheit bringen.

Am Freitag stand Felix Neureuther wieder auf Skiern. Beim Startschuss des Projekts "fit4future" absolvierte er in einer Münchner Schulturnhalle einen Hindernisparcours auf Tandemskiern.

Neureuther ist Botschafter des Programms für Kinderfitness, an dem sich mittlerweile 62 Schulen in München und Umgebung beteiligen. Bis Neureuther selbst wieder auf Schnee durch die Slalomtore kurvt, wird es noch eine Zeitlang dauern.

Nach wie vor droht dem 31-Jährigen wegen seiner anhaltenden Rückenprobleme eine Operation. "Nächste Woche gibt es noch einmal eine Untersuchung und dann wird klar, wie es weitergeht", erklärte der Partenkirchner.

Neureuther musste sich schonen

Nach Saisonende hatten die Ärzte bei Neureuther einen Bandscheibenschaden mit starken Entzündungen an den Wirbelgelenken festgestellt. Neureuther wurde ein striktes Belastungsverbot erteilt.  "In den letzten vier Wochen ging es hauptsächlich darum den Rücken zu schonen", schilderte er.

Stillhalten fällt dem Bewegungsjunkie Neureuther allerdings schwer. Das wurde auch an der Lincolnschule deutlich. Als Neureuther ein gespanntes Slackline-Seil sah, balancierte er spontan darauf.

Langlauf mit Gössner

Und auch in den vergangenen vier Wochen saß Neureuther nicht nur zu Hause rum. Beim Urlaub in Norwegen mit Freundin Miriam Gössner begab er sich auf Langlaufski. Am vergangenen Wochenende stand er bei seinem Race Camp für den DSV-Nachwuchs in Sölden auf Alpinskiern, wenn auch ohne den Berg hinunterzudüsen.

Und dann bleibt ihm immer noch sein Hund, mit dem er in Garmisch-Partenkirchen spazierengeht. Schmerzen hat Neureuther nach wie vor. "Es ist zäh, ich musste viel auf die Zähne beißen in der letzten Zeit", gab er zu.

Vier bis sechs Monate wird es dauern, bis Neureuther wieder ins Skitraining einsteigen kann. Kommt es tatsächlich zu einer Operation, dauert die Pause eher länger.

Karriereende kein Thema

Seit Jahren quält sich Neureuther mit körperlichen Problemen herum, seinen Rücken bezeichnete er kürzlich als große Baustelle. Vom Aufhören will er dennoch nichts wissen.

Das Ziel Olympia 2018 hat er sich in den Kopf gesetzt. "Ich lege den Fokus auf die nächsten Jahre. Ich muss mich jetzt vollständig und richtig regenerieren. Ich brauche die Mut und die Kraft, Vollgas zu geben", blickt er voraus.

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