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Olympiasiegerin Anna Fenninger holte bei der Ski-WM in Vail den Titel im Super G
Olympiasiegerin Anna Fenninger holte bei der Ski-WM in Vail den Titel im Super G © Imago

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel erklärt auf einer Pressekonferenz, wie der Fall Anna Fenninger beigelegt wird. Der Ski-Star bleibt beim ÖSV, ihr Manager ist entmachtet.

Der Fall Anna Fenninger beschäftigt seit Monaten Skisport-Fans.

Nach der erneuten Eskalation im Streit zwischen der Gesamtweltcupsiegerin und dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) um eine umstrittene Werbekampagne wurde nun eine Einigung erzielt.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel verkündet auf einer Pressekonferenz in Wien, dass Fenninger nach einem klärenden Gespräch weiter als vollwertiges Mitglied des Wetlcupteams für Österreich startet, der Verband aber nicht mehr mit ihrem deutschen Manager Klaus Kärcher zusammenarbeiten werde.

SPORT1 war für Sie dabei. Die Pressekonferenz zum Nachlesen.

+++ 11.14 Uhr: Pressekonferenz ist beendet +++

Die letzte Aussage betrifft noch einmal Kärcher. Er werde nicht Manager bleiben, "vielleicht Berater". Der ÖSV habe grundsätzlich kein Interesse "mit den Athleten Krieg zu führen."

+++ 11.10 Uhr: Natur des klärenden Gesprächs in Innsbruck +++

Schröcksnadel: "Anfangs frostig, am Schluss war es okay. Wir müssen versuchen, Trainer auszubilden, die eine Ausbildung für ein Damen-Team haben. Die Sprache der Frau ist immer eine andere als die der Männer." Mit dieser Aussage hat er keinen Gefallen getan.

+++ 11.07 Uhr: Warum nicht früher eingegriffen?  +++

Warum hat Schröcksnadel die Situation so eskalieren lassen? "Ich bin ein Fischer. Ich weiß, wann der Fisch zubeißt." Er habe sich zunächst zurückgehalten, um nicht als der "mächtige Diktator" zu gelten.

+++ 11.04 Uhr: "Mercedes-Kampagne ist tot"  +++

"Ich hoffe, dass der Frieden für immer hält. Jetzt ist alles erledigt. Die Mercedes-Kampagne ist tot. Privat kann sie tun, was sie will. Wenn Sie geglaubt hat, dass er der richtige Manager ist, ist das ihre Entscheidung. Wir hätten die Anna mit österreichischer Lizenz freigegeben. Das wäre die harte Tour gewesen."

+++ 11 Uhr: Dauerhafter Frieden? +++

Auf die Frage, ob es erneut zu einer Krise kommen könne, antwortet der ÖSV-Chef bestimmt: "Diesmal war ich involviert. Anna sieht das ein. Sie wurde in eine Richtung gedrängt, die sie nicht wollte."

+++ 10.57 Uhr: Kärcher als Sündenbock? +++

"Anna wird wieder volles Mitglied im ÖSV. Mit Herrn Kärcher werden wir nicht mehr zusammenarbeiten. Herrn Kärcher akzeptieren wir nicht. Für mich ist er kein guter Manager. Wenn ein Manager ganz Österreich auseinanderdividiert, ist er kein guter Manager."

Fenninger habe sich zudem persönlich entschuldigt, Schröcksnadel als Lügner bezeichnet zu haben.

+++ 10.54 Uhr: Fenninger bleibt beim Verband +++

Fenninger bleibt beim ÖSV und entmachtet ihren deutschen Manager Klaus Kärcher. Der werde sich laut Schröcksnadel zukünftig komplett "im Hintergrund" halten.

+++ 10.51 Uhr: Treffen in Innsbruck +++

Fenninger und Schröcksnadel hätten sich in Innsbruck getroffen. Dabei habe Fenninger alles akzeptiert.

+++ 10.46 Uhr: "Eine nationale Heldin" +++

"Sie ist eine super Sportlerin und eine nationale Heldin", bekräftigt der Boss. Die Situation habe ihm sogar gesundheitliche Probleme bereitet. Es soll eine "Hochdruckattacke" gewesen sein, wie ihm im Krankenhaus bestätigt wurde. Schröcksnadel hatte in einer Körperhälfte nichts gespürt.

+++ 10.46 Uhr: "Habe den Damenskisport gerettet" +++

Schröcksnadel geht zum Angriff über: "Anna hat sich einen eigenen Sponsor genommen. Das geht in unserem System nicht." Zur Behandlung von Frauen im Verband: "Ich habe zwischen 1990 und 2000 den Damenskisport gerettet. Damals wollte keine Skifirma die Damen ausrüsten."

+++ 10.40 Uhr: ÖSV stellt klar: Keine Konkurrenzsponsoren +++

"Wir haben Team-Sponsoren. Ein zweiter Teil sind die Fernsehrechte und der dritte sind die Veranstaltungen. Die Teamsponsoren sind wichtig, weil wir allen Athleten sämtliche Kosten bezahlen. Die Regeln müssen eingehalten werden. Und das heißt keine Konkurrenzsponsoren." Beim FC Bayern könne David Alaba auch nicht mit einem anderen Auto vorfahren.

+++ 10.36 Uhr: "Anna ist eine große Sportlerin" +++

"Anna ist eine große Sportlerin. Ich freue mich sehr, dass der Skisport im Sommer so viel Aufmerksamkeit erregt. Wenn man einen so großen Verband führt, gibt es nicht nur Sonne. Es gibt auch Regen", sagt Schröcksnadel.

+++ 10.30 Uhr: Schröcksnadel ist da +++

Der ÖSV-Präsident nimmt auf dem Podium Platz. Das Blitzlichtgewitter ist groß.

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