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Francesco Friedrich muss mit einer Muskelverletzung um seine WM-Teilnahme bangen
Francesco Friedrich muss sich zum Auftakt mit dem zweiten Platz zufrieden geben © Getty Images

Bob-Weltmeister Francesco Friedrich hat zum Weltcup-Auftakt den erhofften Heimsieg gefeiert. Im sächsischen Altenberg setzte sich der 25-Jährige im Zweier mit Anschieber Thorsten Margis vor dem Letten Oskars Melbardis durch, der im vergangenen Jahr den Weltcup dominiert hatte.

"Es wurde mal wieder Zeit für einen Heimsieg, letztes Jahr gab es hier ja ein kleines Debakel", sagte Friedrich in der ARD. Im vergangenen Winter hatte es für den früheren Leichtathleten in Altenberg nur zum fünften Platz gereicht.

Beide Läufe auf der tückischen Bahn in Altenberg waren indes durch starken Schneefall beeinträchtigt, im ersten Durchgang nutzte Melbardis den Vorteil einer frühen Startposition und fuhr einen Vorsprung heraus. Im zweiten Durchgang nahmen sich die Kontrahenten in der Eisrinne wenig, doch Friedrichs um sechs Hundertstel besserer Start brachte den entscheidenden Vorteil.

Friedrichs Vereinskollege Nico Walther (mit Christian Poser) und Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt (Kevin Kuske) mussten sich zeitgleich mit Rang vier begnügen, vor allem Walther hatte sich im kleinen Schlitten bereits mehr erhofft. Dem Duo werden beim Vierer-Rennen am Sonntag deutlich bessere Chancen als Friedrich eingeräumt.

Den Platz auf dem Podest schnappte den Deutschen das südkoreanische Duo Won Yunjong/Seo Youngwoo weg, das damit erstmals auf einem Weltcup-Treppchen stand. Mit Blick auf die Winterspiele 2018 in Pyeongchang baut Südkorea derzeit auch sein Bob-Programm auf, Won gilt als großes Talent. Schon bei der WM im Frühjahr in Winterberg hatte er mit Rang fünf im Zweier überrascht.

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