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FIL Luge World Cup Koenigssee - Day 1
Dajana Eitberger sorgt beim Saison-Auftakt für eine Überraschung © Getty Images

Europameisterin Dajana Eitberger (Ilmenau) hat zum Auftakt des Rodel-Weltcups für eine dicke Überraschung gesorgt und die zuletzt alles überragende Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) klar geschlagen.

Im österreichischen Igls setzte sich die 24-Jährige am Samstag in zwei Läufen durch, Geisenberger hatte als Zweite mehr als zwei Zehntel Rückstand. Dritte wurde Alex Gough aus Kanada vor der Olympia-Zweiten Tatjana Hüfner (Friedrichroda).

Eitberger hatte im vergangenen Winter erst beim Saisonfinale in Sotschi ihren ersten Weltcupsieg eingefahren und damit zugleich den EM-Titel gefeiert. "Ich habe so angefangen, wie ich aufgehört habe", sagte Eitberger in der ARD: "Das ist die Bestätigung, dass ich im Sommer gut gearbeitet habe und wirklich fit bin. Vor dem zweiten Lauf war ich schon nervös, ich bin es ja nicht gewohnt, als Favoritin oben am Start zu stehen."

Für die Zukunft gilt die Thüringerin nun mehr denn je als Herausforderin Geisenbergers, die mit Olympia-Gold und WM-Gold die wichtigsten Titel im Rodelsport hält. In Igls profitierte Eitberger im ersten Lauf auch von ihrer frühen Startposition und stellte einen Streckenrekord auf.

"Ich glaube, die Bahn hat hinten heraus nachgelassen, und Dajana hat als frühe Starterin ihre Chance gut genutzt und vorgelegt", sagte Cheftrainer Norbert Loch in der ARD.

Die übrigen deutschen Frauen konnten zum Auftakt nicht in den Kampf um das Podest eingreifen.

Die viertplatzierte Hüfner geht allerdings mit einem Handicap in die Saison. Im Sommer zog die 32-Jährige sich einen Achillessehnenriss zu, die Vorbereitung war damit stark beeinträchtigt.

"Sie ist relativ wenig gefahren, ihr fehlen drei Wochen in der Bahn", sagte Trainer Jan Eichhorn in der ARD: "Vor allem der Kopf kann sie teilweise noch behindern, die Angst, sich wieder zu verletzen, ist sehr groß." Debütantin Julia Taubitz (Oberwiesenthal) zahlte zum Auftakt ein wenig Lehrgeld und landete auf dem 18. Platz

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