vergrößernverkleinern
Francesco Friedrich
Francesco Friedrich feiert den fünften Sieg im fünften Lauf © Getty Images

Bob-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg) hat seinen Siegeszug im Weltcup fortgesetzt.

Am Königssee zeigte der 25-Jährige mit Anschieber Thorsten Margis im Zweier eine fehlerfreie Leistung und raste mit Bahnrekord im ersten Lauf zu seinem fünften Sieg im fünften Saisonrennen. Friedrich waren in Altenberg und Winterberg jeweils Doppelsiege gelungen.

Am Königssee rundete Nico Walther (Oberbärenburg) mit Marko Hübenbecker an der Bremse das gute deutsche Ergebnis als Dritter ab, der Rückstand auf Friedrich betrug 0,73 Sekunden. Zweiter wurde erneut der Lette Oskars Melbardis (+0,28). Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt (Oberhof) erreichte mit Kevin Kuske als Neunter die Top Ten (+0,92).

"Ich denke, wir wissen was wir tun. Ob es mit der Siegesserie so weiter geht, kann ich schwer sagen. Wir geben weiter Gas und sehen, was am Ende dabei herauskommt", sagte Friedrich in der ARD.

Schon nach dem ersten Durchgang hatte er alle Zweifel am erneuten Triumph im Keim erstickt. In 49,29 Sekunden unterbot er die fast sechs Jahre alte Bestzeit des Schweizer Olympia-Zweiten Beat Hefti um eine halbe Sekunde.

"Jawoll, jawoll", jubelte Bundestrainer Christoph Langen nach der Zieleinfahrt und ballte die rechte Hand zur Faust. Friedrich sprach von einem "richtig, richtig guten Lauf".

Auch im zweiten Durchgang kam Friedrich am besten mit der Bahn zurecht und brachte in 49,48 Sekunden erneut die beste Zeit auf das Eis.

Am Sonntag hat Friedrich damit die Möglichkeit, die Siegesserie auf ein halbes Dutzend auszubauen. Im Vierer ist er ab 11.45 Uhr erneut der Favorit.

Die deutschen Bob-Pilotinnen müssen dagegen weiter auf das erste Weltcup-Podest der Saison warten. Beim dritten Heimrennen landete Vize-Weltmeisterin Anja Schneiderheinze (Erfurt) mit Anschieberin Erline Nolte bereits am Freitag nur auf dem sechsten Platz, der Rückstand auf Siegerin Kaillie Humphries (Kanada) betrug knapp anderthalb Sekunden.

Das Podest neben Olympiasiegerin Humphries komplettierten die Belgierin Elfje Willemsen und Jamie Greubel Poser aus den USA.

"Ich bin schon enttäuscht über das Ergebnis. So hätte ich mir die Saison nicht vorgestellt. Wenn man sieht, wie die anderen hier fahren und dann kommt so ein großer Abstand auf die Spitze heraus: das ist sehr enttäuschend", sagte Schneiderheinze.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel