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Francesco Friedrich muss mit einer Muskelverletzung um seine WM-Teilnahme bangen
Francesco Friedrich war erneut nicht zu schlagen © Getty Images

Bob-Weltmeister Francesco Friedrich bleibt der Mann der Stunde in der noch jungen Weltcup-Saison.

Eine Woche nach seinem Doppelsieg zum Auftakt in Altenberg gewann der 25-Jährige auch das Zweier-Rennen in Winterberg mit Anschieber Thorsten Margis und wahrte seine makellose Bilanz.

Auch dank eines Startrekords im zweiten Lauf verwies Friedrich den Letten Oskars Melbardis erneut auf den zweiten Platz, auf Rang drei landete wie schon in Altenberg das starke südkoreanische Duo Won Yunjong/Seo Youngwoo.

Friedrich freute sich vor allem über den Bestwert von 5,05 Sekunden am Start, durch den er eine fehlerhafte Leistung in der Bahn ausglich. "Die Fahrten waren leider nicht sauber, die zweite war sogar ziemlich schlecht", sagte der frühere Leichtathlet im ZDF. "Aber am Start sind wir richtig gut aufgestellt, da wollen wir auch morgen im Vierer wieder voll angreifen."

Bundestrainer Christoph Langen nannte die Leistung auf den ersten Metern "sensationell, heute haben sie es wirklich am Start gewonnen. Sie wollten diesen Rekord unbedingt, weil sie ihn schon mehrfach knapp verpasst haben."

Friedrich nutzt damit bislang als einziger deutscher Pilot den Heimvorteil zum Saisonstart in vollem Umfang. Nico Walther landete mit Christian Poser an der Bremse nach einem schwachen zweiten Lauf auf dem siebten Platz, Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt enttäuschte mit Kevin Kuske auf Position 13.

"Das war ein Rückschlag, den wir analysieren müssen", sagte Arndt: "Am Start war ich etwas platt, vielleicht haben wir zu viel trainiert. Aber auch auf der Bahn lief es überhaupt nicht. Was die anderen um mich herum gemacht haben, sah teilweise schrecklich aus, und trotzdem waren sie schneller."

Nachmittags gehen noch die Frauen in die Bahn, am Sonntag steht für die Männer das Viererrennen auf dem Programm. Am kommenden Wochenende gehen die Bobsportler am Königssee an den Start. Erst im neuen Jahr reist der Weltcup-Zirkus dann nach Übersee.

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