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Felix Loch liegt auf dem dritten Platz
Felix Loch kommt nicht über Rang sechs hinaus © Getty Images

Das deutsche Rodel-Duo ist auch beim Weltcup in Lake Placid nicht zu schlagen. Ein erfolgsverwöhnter Doppelsitzer zeigt ungekannte Schwächen und landet nicht auf dem Podest.

Rodel-Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) hat beim Weltcup in Lake Placid den nächsten Rückschlag kassiert.

Knapp eine Woche nach seiner Disqualifikation beim Saisonauftakt in Igls wurde der 26-Jährige am Samstag auf der schwierigen Bahn am Fuße des Mount Van Hoevenberg nur Sechster.

"Er hat den Sieg weggeschmissen", sagte Vater und Bundestrainer Norbert Loch enttäuscht, "ein Fahrfehler in Kurve 14, dann kann man nicht gewinnen."

Bei den Doppelsitzern hatten zuvor Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) ihren zweiten Saisonsieg gefeiert, die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) enttäuschten dagegen.

Verpatzter zweiter Durchgang

Bereits in Igls hatte Loch einen Saisonstart zum Vergessen erlebt. Der Schlitten des 26-Jährigen war 400 Gramm zu schwer gewesen - ein Anfängerfehler des Olympiasiegers, der zur Disqualifikation führte. In Lake Placid vergab er im entscheidenden Durchgang seine deutliche Führung aus dem ersten Lauf und fiel weit zurück. Das US-Duo Chris Mazdzer und Tucker West feierte einen Doppelsieg, Wolfgang Kindl (Österreich) wurde Dritter.

Julian von Schleinitz (Königssee) wurde bei seinem Saisondebüt als bester Deutscher Vierter, Ralf Palik (Oberwiesenthal), Loch und Johannes Ludwig (Oberhof) landeten direkt dahinter. Routinier Andi Langenhan (Zella-Mehlis) enttäuschte mit dem zehnten Platz.

Für Loch war es der nächste Tiefschlag in Lake Placid, schon in der vergangenen Saison war er an selber Stelle nur Sechster geworden. Auch aus diesem Grund bestritt der deutsche Bob- und Schlitten-Verband BSD vor dieser Saison eine Vorbereitungswoche auf der tückischen Strecke.

Weltmeister Wendl/Arlt nur Achte

Eggert und Benecken belegten am Freitag dagegen souverän Rang eins, Wendl und Arlt mussten sich nach einem völlig missratenen zweiten Lauf mit Rang acht begnügen. Auch die Winterberger Robin Geueke/David Gamm landeten als Vierte noch vor den Weltmeistern. 

Wendl begründete den fehlerhaften zweiten Lauf mit gesundheitlichen Problemen. "Ich war schon die ganze Woche angeschlagen und bin mit Kreislaufproblemen an den Start gegangen", sagte der 28-Jährige: "Teilweise konnte ich die Bahn gar nicht richtig sehen, deshalb sind mir schwere Fehler unterlaufen. So ein Rennen muss man schnell abhaken." Den zweiten Platz in Lake Placid sicherten sich die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler, Dritte wurden Andris Sics/Juris Sics aus Lettland.

Im Gesamtweltcup führen Eggert/Benecken nun mit 200 Punkten vor Penz/Fischler (170). Wendl und Arlt sind mit 112 Punkten nur Vierter.

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