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Natalie Geisenberger landet in Sotschi auf Platz drei
Für Natalie Geisenberger ist es der schwächste Saisonstart seit acht Jahren © Getty Images

Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat auch beim dritten Weltcup des Winters das Podest verpasst und damit ihren schwächsten Saisonstart seit acht Jahren hingelegt.

Die Weltmeisterin holte am Freitag im amerikanischen Park City nur den vierten Platz und musste sich dabei auch Teamrivalin Dajana Eitberger geschlagen geben. Die Europameisterin wurde auf der Olympiabahn von 2002 Dritte hinter dem US-Duo Summer Britcher und Erin Hamlin.

In einem engen Rennen fehlten Geisenberger nur vier Tausendstelsekunden auf Eitberger, der Rückstand auf die erstmalige Siegerin Britcher betrug gut zwei Zehntel. Die Olympiadritte Hamlin bleibt Gesamtführende im Weltcup.

"Nach größeren Problemen im Training diese Woche konnte ich mich heute steigern und war besonders mit dem zweiten Lauf zufrieden. Natürlich ist der vierte Platz neutral betrachtet nicht ganz perfekt, trotzdem stimmt mich das heutige Rennen wirklich positiv", sagte Geisenberger.

Geisenberger, Seriensiegerin der vergangenen Jahre, ist damit weiter auf der Suche nach ihrer Dominanz. Rang zwei in Igls und zwei vierte Plätze in Lake Placid und Park City stehen nach drei Weltcups zu Buche, nur in ihrer ersten kompletten Weltcup-Saison 2007/2008 war Geisenberger schlechter aus den Startlöchern gekommen.

Geisenberger hatte nach der Enttäuschung von Lake Placid bereits angekündigt, dass "viel Arbeit" auf sie warte. Ihre Bilanz bringt aber weitere Erkenntnisse. So erwächst der 27-Jährigen in Eitberger (24) wieder eine deutsche Konkurrentin, schon zweimal hatte diese bislang die Nase vorn.

Zudem sind die Amerikanerinnen auf ihren Heimbahnen wie von Bundestrainer Norbert Loch angekündigt mittlerweile einfach stärker. "Diesen kleinen Rückstand gilt es aufzuholen", sagte Loch. Die Olympia-Zweite Tatjana Hüfner landete auf dem achten Platz, Julia Taubitz holte nur Rang 13. Vor Weihnachten steht in Calgary ein weiteres Überseerennen an.

Bei den Doppelsitzern hielt die deutsche Dominanz derweil an, die Olympiasieger und Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt feierten ihren ersten Saisonsieg und beendeten damit den Lauf der nationalen Konkurrenten Toni Eggert/Sascha Benecken.

Auf Rang drei landeten die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler, Eggert/Benecken führen die Gesamtwertung weiter an. Wendl hatte zuletzt in Lake Placid über gesundheitliche Probleme geklagt und sah sich nun auch erst "bei 80 Prozent. Dass wir schneller sein können, wissen wir."

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