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Severin Freund verpasst nach seinem Sieg am Samstag das Podest deutlich
Severin Freund verpasst nach seinem Sieg am Samstag das Podest deutlich © Getty Images

Severin Freund verpasst seinen zweiten Sieg in Russland deutlich. Die deutschen Biathlon-Frauen werden hauchdünn geschlagen. Die Ereignisse des Tages kompakt zusammengefasst.

+++ Freund verpasst zweiten Sieg in Russland deutlich +++

Skisprung-Weltmeister Severin Freund ist beim zweiten Weltcup-Wettbewerb im russischen Nischni Tagil deutlich am Podest vorbeigeflogen. Beim Sieg seines slowenischen Rivalen Peter Prevc reichte es für Freund 24 Stunden nach seinem Erfolg im ersten Springen nur zu Platz zwölf. Die Führung im Gesamtweltcup musste Freund damit an Prevc abgeben.

Nach einem schwachen ersten Sprung auf 124,0 m und Platz 15 bei erneut schwierigen und schnell wechselnden Windbedingungen gelang dem 27 Jahre alten Niederbayer im zweiten Durchgang mit soliden 131,5 m und insgesamt 225,4 Punkten noch Schadensbegrenzung. In den Kampf um die Podestplätze konnte er aber nicht mehr eingreifen. 

Sieger Prevc lag bei seinem siebten Weltcup-Sieg nach Sprüngen auf 131,5 und 139,5 m mit 267,4 Punkten vor dem Österreicher Michael Hayböck (260,4) und dem Norweger Johann Andre Forfang (253,8). Im Gesamtweltcup führt Prevc mit 364 Punkten vor Freund (327). 

Bester Deutscher war Andreas Wellinger (Berchtesgaden) auf Platz zehn (228,1). Nach der Bestweite von 132,5 m im ersten Durchgang hatte der 20-Jährige noch auf Platz zwei gelegen, die sechste Podestplatzierung seiner Karriere gab er aber mit 119,5 m im zweiten Durchgang bei schlechten Bedingungen aus der Hand.

Neben Freund und Wellinger holte nur Stephan Leyhe (Willingen) als 22. (197,1) noch Weltcup-Punkte. Gleich drei der sechs gestarteten DSV-Adler stürzten hingegen geradezu ab. Andreas Wank (Hinterzarten) schied nach einem Sprung auf 113,5 m als 35. aus, auch für Richard Freitag (Aue/42.) und Marinus Kraus (Oberaudorf/44.) war nach Hüpfern auf 104,5 bzw. 105 m frühzeitig Feierabend.

+++ Freund springt hinterher +++

Weltmeister Severin Freund hat beim zweiten Weltcup-Springen im russischen Nischni Tagil nur noch geringe Chancen auf eine Spitzenplatzierung.

Einen Tag nach seinem überlegenen Erfolg im ersten Wettkampf belegt der 27 Jahre alte Niederbayer zur Halbzeit nur Platz 15.

Bei erneut schwierigen und wechselnden Bedingungen sprang Freund nur 124,0 m und hat mit 104,6 Punkten bereits 21,3 Zähler Rückstand auf den führenden Slowenen Peter Prevc, der 131,5 m erzielte.

Den weitesten Sprung im ersten Durchgang landete bei guten Windverhältnissen Youngster Andreas Wellinger aus Berchtesgaden, der mit 123,8 Punkten Zweiter ist. Ins Finale der besten 30 schaffte es zudem Stephan Leyhe (Willingen) als 25. (95,9).

Gleich drei der sechs DSV-Adler stürzten geradezu ab.

Andreas Wank (Hinterzarten) schied nach einem Sprung auf 113,5 m als 35. aus, auch für Richard Freitag (Aue/42.) und Marinus Kraus (Oberaudorf/44.) war nach Hüpfern auf 104,5 bzw. 105 m frühzeitig Feierabend.

"Richie konnte nichts dafür, er hatte schlechte Bedingungen. Die anderen beiden sind einfach schlecht gesprungen", sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD.  

+++ Männer-Staffel verpasst Podest +++

Auch mit zwei Staffel-Weltmeistern haben die deutschen Biathleten zum Abschluss des Weltcups in Hochfilzen das Podest deutlich verpasst. In der Formation Erik Lesser (Frankenhain), Andreas Birnbacher (Schleching), Benedikt Doll (Breitnau) und Simon Schempp (Uhingen) lief das DSV-Quartett über 4x7,5 km nach sagenhaften 16 Nachladern nur auf den fünften Platz. Den Sieg sicherte sich Olympiasieger Russland vor Norwegen und Frankreich.

Startläufer Lesser, wie Schempp Teil der siegreichen WM-Mannschaft, benötigte insgesamt vier Nachlader. "Das war schlecht", sagte er, "ich habe mir das Trefferbild zeigen lassen, das war ja vogelwild, was ich da gemacht habe." Besser lief es auch nicht für Routinier Birnbacher, der alle sechs Ersatzpatronen benötigte. Doll an dritter Position schoss viermal daneben ("Ich habe mal versucht, schneller zu schießen"), Schlussläufer Schempp kam nicht mehr an die Spitze heran, machte aber immerhin noch fünf Positionen gut.

Nach drei Tagen Pause steht für die Skijäger ab Donnerstag im slowenischen Pokljuka der letzte Weltcup in diesem Jahr auf dem Programm. Zu Beginn des neuen Jahres finden dann im Januar die Heimspiele in Oberhof und Ruhpolding statt.

+++ Friedrichs Serie gestoppt +++

Die Erfolgsserie von Francesco Friedrich ist am Königssee gerissen, die deutschen Bob-Piloten gehen dennoch ungeschlagen ins neue Jahr.

Nach zuvor fünf Siegen in fünf Weltcup-Rennen musste sich der 25-Jährige am Sonntag im Viererbob mit dem vierten Platz begnügen. Friedrichs Vereinskollege Nico Walther und Weltmeister Maximilian Arndt sorgten im letzten Rennen vor der Weihnachtspause dennoch für einen deutschen Doppelsieg in der Königsdisziplin.

+++ Vlhova holt ersten Weltcup-Sieg +++

In Abwesenheit der verletzten Dominatorin Mikaela Shiffrin (USA) hat Petra Vlhova aus der Slowakei beim Slalom im schwedischen Åre überraschend ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Die 20-Jährige, 2014 Junioren-Weltmeisterin im Slalom, setzte sich im WM-Ort von 2007 vor Frida Hansdotter (Schweden/0,59 Sekunden zurück) und der Norwegerin Nina Löseth (+0,65) durch.

Beste Deutsche war Christina Geiger, die als Elfte ihren besten Slalom seit knapp zwei Jahren zeigte. Lena Dürr belegte Platz 24.

+++ Streubel verteidigt Titel +++

Eiskunstläufer Franz Streubel hat bei den deutschen Meisterschaften in Essen in der Herren-Konkurrenz seinen Titel erfolgreich verteidigt. Der Oberstdorfer siegte vor Paul Fentz aus Berlin und dem Dortmunder Niko Ulanovsky.

+++ Vogt gelingt fulminante Aufholjagd +++

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt hat beim Weltcup im russischen Nischni Tagil mit einer fulminanten Aufholjagd einen erneuten Rückschlag vermieden.

Einen Tag nach ihrem starken vierten Platz im ersten Springen kam die Weltmeisterin aus Degenfeld am Sonntag trotz verpatztem ersten Durchgang noch auf Platz sieben und tankte Selbstvertrauen vor der fünfwöchige Weltcup-Pause.

Nach einem schwachen Auftaktsprung auf 88,5 m konnte sich Vogt, zum Auftakt in Lillehammer nur 15., mit starken 96,0 m immerhin noch von Platz 16 weit nach vorne schieben und war damit beste Deutsche. Zur 16. Podest-Platzierung ihrer Karriere fehlten der 23-Jährigen schließlich 5,8 Punkte.

Überlegene Siegerin wurde am Sonntag die Japanerin Sara Takanashi, die nach Flügen auf 97,0 und 99,0 m mit 257,1 Punkten 24 Zähler Vorsprung auf ihre zweitplatzierte Landsfrau Yuki Ito hatte. Dritte wurde Chiara Hölzl aus Österreich (232,4). Für Takanashi, am Vortag noch von der Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz überraschend auf Platz zwei verwiesen, war es der 32. Sieg im 63. Weltcup-Springen der Geschichte.

Mit nur einem Zehntelpunkt Rückstand auf Vogt (226,6) wurde Katharina Althaus (Oberstdorf) Achte, Juliana Seyfarth (Ruhla) kam auf Rang elf (220,8). Als 19. (208,8) erreichte Anna Rupprecht (Degenfeld) ihr zweitbestes Karriere-Ergebnis.

Am Samstag hatten hinter der viertplatzierten Vogt Althaus als Siebte und Seyfarth als Achte ein starkes deutsches Mannschafts-Ergebnis komplettiert. Für die Frauen geht es im Weltcup erst am 16./17. Januar in Sapporo/Japan weiter.

+++ Neureuther rast aufs Podium +++

Felix Neureuther (Partenkirchen) hat beim Weltcup-Slalom im französischen Val d'Isere seinen zweiten Podestplatz in diesem Winter eingefahren.

Hinter Henrik Kristoffersen aus Norwegen (1:38,87 Minuten) und Marcel Hirscher aus Österreich (1,09 Sekunden zurück) belegte der WM-Dritte den dritten Rang (1,46). Am Vortag hatte Neureuther hinter Hirscher Rang zwei im Riesenslalom belegt.  

Dominik Stehle (Obermaiserstein) holte als 23. erst zum dritten Mal in seiner Karriere Weltcup-Punkte. Vizeweltmeister Fritz Dopfer (Garmisch) war bereits im ersten Lauf nach rund 42 Sekunden Fahrzeit ausgeschieden. Nicht für das Finale qualifizieren konnte sich auch Linus Strasser (München), der nur Rang 41 belegte.

+++ Eistanz-Titel an Lorenz/Polizoakis +++

Die Eistänzer Kavita Lorenz und Panagiotis Polizoakis haben sich bei den deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Essen ihren ersten nationalen Titel gesichert.

Die Oberstdorfer siegten vor Katharina Müller und Tim Dieck aus Dortmund sowie der Dortmunderin Aurelija Ippolito und Bennet Preiss aus Möhnesee.

+++ Skilangläuferin Herrmann enttäuscht +++

Skilangläuferin Denise Herrmann hat beim zweiten Weltcup der Saison in Davos enttäuscht. Die 26 Jahre alte Spurt-Spezialistin aus Oberwiesenthal schied bereits im Viertelfinale aus, nachdem sie zuvor die K.o.-Runde als 30. und Letzte nur mit Ach und Krach erreicht hatte.

Herrmann, die in der Saison 2013/14 Zweite im Disziplin-Weltcup geworden und im ersten Saisonsprint in Kuusamo nicht über Platz zehn hinausgekommen war, hatte ihr Rennen noch in der letzten Kurve angeführt, war dann aber nach einem Fahrfehler auf Platz vier durchgereicht worden.

Beste Deutsche beim Sieg der Schwedin Stina Nilsson, die als erste Nicht-Norwegerin seit Februar ein Weltcup-Rennen gewann, war Sandra Ringwald (Schonach), die das Halbfinale erreichte und als insgesamt Zwölfte das zweitbeste Weltcup-Resultat ihrer Karriere erreichte

Hanna Kolb (Buchenberg), auf Platz neun in der Qualifikation beste Deutsche, scheiterte als Dritte ihres Viertelfinals ebenso wie Lucia Anger (Oberstdorf) als Sechste. Stefanie Böhler (Ibach) war als 41. bereits in der Qualifikation gescheitert, die am Samstag über 15 km zehntplatzierte Nicole Fessel (Oberstdorf) nicht am Start.

Bei den Männern schaffte es Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) wie Ringwald ins Halbfinale und erreichte als Zwölfter das drittbeste Ergebnis seiner Karriere. Den Sieg sicherte sich der Italiener Federico Pellegrino, der Norwegens seit März dauernde Erfolgsserie im Weltcup beendete.

+++ Biathlon-Quartett schrammt am Sieg vorbei +++

Nach ihren grandiosen Einzel-Auftritten haben die deutschen Biathletinnen zum Abschluss des Weltcups in Hochfilzen mit der Staffel den Sieg nur um zwei Zehntelsekunden verpasst.

Der Weltmeister lief am Sonntag im Rennen über 4x6 km in der Besetzung Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), Maren Hammerschmidt (Winterberg, Vanessa Hinz (Schliersee) und Schlussläuferin Franziska Preuß (Haag) hinter Italien auf den zweiten Rang. Dritter wurde die Ukraine (13,1 Sekunden zurück).

Am Ende fehlte nur ein Wimpernschlag zum Sieg. Preuß musste sich im Finish der Italienerin Dorothea Wierer beugen. Aus der Weltmeister-Staffel pausierte Laura Dahlmeier.

Startläuferin Hildebrand übergab als Achte auf Hammerschmidt. "Es war ein bisschen hakelig. Zum Glück habe ich mit den Nachladern alles abgeräumt", sagte Hildebrand. Hammerschmidt fiel sogar noch einen weiteren Platz zurück, ehe an dritter Position Hinz wie entfesselt lief und den WM-Champion zwischenzeitlich auf Rang eins führte.

+++ Slowakin Vlhova vor erstem Sieg +++

In Abwesenheit der verletzten Mikaela Shiffrin (USA) steht Petra Vlhova aus der Slowakei beim Slalom im schwedischen Are vor ihrem ersten Weltcup-Sieg. Die 20-Jährige liegt nach dem ersten Lauf 0,28 Sekunden vor Nina Löseth aus Norwegen und 0,57 Sekunden vor Michaela Kirchgasser aus Österreich.

Einzige Deutsche im Finale ist Lena Dürr, die mit 1,82 Sekunden Rückstand auf Vlhova auf Rang 15 liegt. Jessica Hilzinger (39.) und Elisabeth Willibald (41.) konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren, Barbara Wirth und Maren Wiesler  sind bereits ausgeschieden.

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Shiffrin hatte sich am Samstag beim Einfahren für den Riesenslalom bei einem Sturz Knochenprellungen zugezogen und am Knie verletzt. Sie trat nach Untersuchungen im Krankenhaus von Östersund die Heimreise in die USA an.

+++ Neureuther auf Podest-Kurs +++

Felix Neureuther (Partenkirchen) hat beim Weltcup-Slalom im französischen Val d'Isere noch alle Chancen auf einen Platz auf dem Siegerpodest. Nach dem ersten Lauf liegt er mit einem Rückstand von 0,23 Sekunden auf den drittplatzierten Franzosen Alexis Pinturault auf dem fünften Rang.

Bei extrem schwierigen Bedingungen auf der ohnehin enorm anspruchsvollen Piste "Face de Bellevarde" fuhr der Norweger Henrik Kristoffersen in 51,66 Sekunden Bestzeit vor seinem überraschend starken Landsmann Sebastian Foss-Solevaag (0,31 Sekunden zurück).

"Das war von oben bis unten ein einziger Kampf", sagte Neureuther, der immerhin 1,02 Sekunden hinter Kristoffersen zurückliegt. Noch deutlicher ist allerdings der Rückstand Favorit von Marcel Hirscher aus Österreich (1,66 Sekunden zurück) auf Rang acht.

Nicht ins Ziel kam Vizeweltmeister Fritz Dopfer (Garmisch), der nach 42 Sekunden Fahrzeit ausschied. Nicht im Finale ist außerdem Linus Strasser (München), der nur Rang 41 belegte. Dagegen qualifizierte sich Dominik Stehle (Obermaiserstein) als 29. für den zweiten Durchgang.  

+++ Herrmann übersteht Quali in Davos mit Mühe +++

Sprint-Spezialistin Denise Herrmann hat beim Skilanglauf-Weltcup in Davos mit Ach und Krach die Qualifikation überstanden.

Die 26-Jährige aus Oberwiesenthal kam nach 1,6 km im freien Stil mit 9,67 Sekunden Rückstand auf die erstplatzierte Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg auf den 30. Rang und zog als Letzte in die K.o.-Phase (ab 11.00 Uhr) ein.

Herrmann, die in der Saison 2013/14 Zweite im Disziplin-Weltcup geworden war, hatte im ersten Saisonsprint in Kuusamo Platz zehn belegt. Mühelos ins Viertelfinale zog in Davos Hanna Kolb (Buchenberg) als Neunte ein, den Sprung in die Runde der besten 30 schafften auch Sandra Ringwald (Schonach/22.) und Lucia Anger (Oberstdorf/23.). Ausgeschieden ist Stefanie Böhler (Ibach/41.).

Bei den Männern erreichte Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) auf Platz 20 als einziger Deutscher das Viertelfinale. Markus Weeger (Hirschau/70.), Thomas Bing (Dermbach/73.) und Jonas Dobler (Traunstein/80.) waren chancenlos.

+++ Seidel scheitert im Viertelfinale +++

Die deutsche Shorttrack-Hoffnung Anna Seidel (Dresden) hat einen erneuten Coup im Weltcup verpasst.

Eine Woche nach ihrem zweiten Platz über 500 m in Nagoya/Japan war für die 17-Jährige auf der Kurzdistanz in Shanghai bereits im Viertelfinale Schluss. Dennoch belegt Seidel im 500-m-Gesamtweltcup einen starken neunten Platz. Der Sieg in Shanghai ging an Fan Kexin aus China.

Auf ihrer Spezialstrecke 1500 m war Schülerin Seidel am Samstag deutlich knapper an einer Podestplatzierung vorbeigelaufen. Sie überzeugte mit dem souveränen Einzug ins A-Finale, musste sich dort aber nach einem unglücklichen Rennverlauf mit dem fünften Platz begnügen. Diesen belegt sie auch im Gesamtweltcup. Den Sieg sicherte sich Choi Minjeong aus Südkorea.

Seidel, als 15-jährige bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi Halbfinalistin über die längste Einzeldistanz, hat sich mit ihren starken Leistungen in der laufenden Saison in der Weltspitze etabliert. "Endlich vorne mitmischen zu können, macht so viel Spaß und Lust auf mehr", schrieb Seidel auf Facebook.

+++ Loch wartet weiter auf ersten Saisonsieg +++

Rodel-Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) kämpft weiter mit den amerikanischen Bahnen und wartet auch nach dem dritten Weltcup auf seinen ersten Saisonsieg. In Park City landete der 26-Jährige am Samstag auf dem dritten Platz und holte damit zumindest seinen ersten Podestplatz in diesem Winter. Chris Mazdzer (USA) feierte auf der Olympiabahn von 2002 einen Heimsieg und seinen zweiten Weltcup-Erfolg hintereinander. Der Österreicher Wolfgang Kindl wurde Zweiter.

Ralf Palik (Oberwiesenthal) überzeugte als Vierter mit seiner bislang besten Weltcup-Platzierung, Johannes Ludwig (Oberhof) wurde Siebter vor Andi Langenhan (Zella-Mehlis). Chris Eißler (Zwickau) musste sich mit dem 14. Platz begnügen.

Zum Auftakt in Igls war Loch wegen eines zu schweren Schlittens disqualifiziert worden, anschließend landete er in Lake Placid nach einem Fahrfehler nur auf dem sechsten Platz.

+++ Hanyu stellt nächsten Weltrekord auf +++

Olympiasieger Yuzuru Hanyu hat seine Weltrekordjagd im Eiskunstlauf fortgesetzt. Der Japaner entschied das Grand-Prix-Finale in Barcelona mit der Weltrekord-Punktzahl von 330,43 Zählern souverän für sich. Hanyu erzielte dabei zudem neue Bestwerte in Kurzprogramm (110,95) und Kür (219,48).

Erst vor zwei Wochen hatte der 21-Jährige beim Grand Prix in der japanischen Olympiastadt Nagano in allen drei Kategorien neue Bestmarken aufgestellt. In Barcelona siegte er nun vor dem chancenlosen Weltmeister Javier Fernandez (Spanien/292,95) sowie Landsmann Shoma Uno (276,79).

Bei den Frauen gewann die Russin Jewgenia Medwedewa ihren ersten großen Titel. Die 16 Jahre alte Junioren-Weltmeisterin (222,54 Punkte) setzte sich nach der Kür vor der Japanerin Satoko Miyahara (208,85) und ihrer Landsfrau Jelena Radionowa (201,13) durch. Japans Star Mao Asada fiel nach einer mit Fehlern übersäten Kür noch vom dritten auf den letzten Platz zurück.

Bei den Eistänzern verteidigten die Kanadier Kaitlyn Weaver und Andrew Poje erfolgreich ihren Titel. Die WM-Dritten bauten ihre Führung im Kürtanz noch aus und gewannen mit 182,66 Punkten vor dem US-Paar Madison Chock und Evan Bates (177,55) sowie dem italienischen Duo Anna Cappellini und Luca Lanotte (176,37).

Das Grand-Prix-Finale fand ohne die Weltmeister Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron aus Frankreich statt, die sich nicht qualifiziert hatten. Deutsche Läufer waren ebenfalls nicht am Start.

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